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Rollenoffsetdruckerei Goldmann AG muss Insolvenzverfahren einleiten

Partnersuche des österreichischen Unternehmen blieb bislang ergebnislos
Goldmann AG (Tulln)

Die Goldmann AG (Tulln/Niederösterreich) wird in den kommenden Tagen ein Insolvenzverfahren einleiten.

Eines der größten österreichischen Rollenoffsetunternehmen, die Goldmann Druck AG in Tulln (nördlich von Wien), wird in den kommenden Tagen Insolvenz anmelden. Dies gab Goldmann in einer Pressemitteilung bekannt. Ziel des Insolvenzverfahrens sei es, die Sanierung und Weiterführung des Unternehmens zu erreichen.

Man sei auf „Brautschau“ bestätigte der Sanierungsanwalt Michael Lentsch gegenüber der Wiener Zeitung. Goldmann ist schon seit Jahren in der „Restrukturierung“. Seit 2007 wurde die Mitarbeiterzahl von 350 auf 165 mehr als halbiert.

Die Belegschaft wurde am vergangenen Freitag von den Insolvenzplänen unterrichtet. Vorstandsmitglied Philipp Walz erklärte dabei, dass aktuell keine Kündigungen ausgesprochen wurden und auch bis auf weiteres keine geplant seien. Von der „Brautschau“ wusste Walz zu berichten, dass die bisherigen Gespräche mit möglichen Partnern ergebnislos geblieben seien.

Laut Wiener Zeitung wies in der Bilanz des Geschäftsjahres 2009/10 (Stichtag 30. Juni) allein die Goldmann Druck AG rund 38 Mio. Euro Schulden aus. Dazu komme laut Creditreform ein negatives Eigenkapital in Höhe von 7,64 Mio. Euro und ein Bilanzverlust in Höhe von 16 Mio. Euro.

Zur Druckerei-Gruppe Goldmann, die insgesamt rund 1 100 Mitarbeiter in Österreich, Tschechien (Moravia­press) und Ungarn (Offset R.T.) beschäftigt, gehören neben der Druck AG auch die Goldmann-Zeitungsdruck GmbH, die Ende 2009 ihren wichtigsten Kunden, die Tageszeitung "Der Standard", an die Mediaprint (Kronen-Zeitung, Kurier) verloren hat. Die Goldmann Druck AG ist auch mit 20 Prozent an der Media Druck GmbH beteiligt, dem Produktionsunternehmen für die Tageszeitung "Österreich".

Die Druckerei-Gruppe Goldmann setzt nach eigenen Angaben rund 150 Mio. Euro um, davon steuerte die Druck AG 2009/10 rund 74 Mio. Euro bei. Die jüngste Großinvestition in Tulln datiert auf 2007. Damals waren zwei duplex-fähige 32-Seiten-Heatsetrotationen in Betrieb genommen worden.

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