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Ryobi und Mitsubishi Heavy Industries vereinbaren Joint Venture

Beide japanischen Druckmaschinen-Hersteller unterzeichnen Anteilseigner-Abkommen über die Gründung eines Joint Venture und die Geschäftsintegration bei Akzidenzdruckmaschinen
 

Unsere Abbildung zeigt eine Bogenoffset-Druckmaschine der Baureihe Ryobi 780 E (l.) sowie eine Bogenoffset-Druckmaschine Mitsubishi Diamond V3000TP.

Die Konsolidierung auf dem Druckmaschinenmarkt setzt sich fort: Mitsubishi Heavy Industries Printing & Packaging Machinery, Ltd (MHI-PPM) und Ryobi Limited (Ryobi) haben am 20. Juni 2013 einen Gesellschaftervertrag über die Gründung eines Joint Venture und die Einführung einer Geschäftsintegration im Bereich der Bogenoffset-Druckmaschinen unterzeichnet. Die Unterzeichnung erfolgte nach Erhalt der Zustimmung durch die Verwaltungsräte beider Unternehmen.

Hintergrund des Abkommens: Sowohl MHI-PPM als auch Ryobi produzieren und vermarkten Bogenoffset-Druckmaschinen. Seit einiger Zeit hat sich in Folge der globalen Wirtschaftskrise die Marktlage aufgrund sinkender Nachfrage verschlechtert, vor allem in den entwickelten Ländern. Dieser Rückgang hat beide Unternehmen zu internen Strukturreformen veranlasst, um ihre Wettbewerbsfähigkeit und finanzielle Solidität zu erhalten. Am 23. Januar 2013 haben nun MHI-PPM und Ryobi in einer gemeinsamen Presseerklärung mitgeteilt, eine Allianz bei Bogenoffsetdruckmaschinen zu prüfen. Dies erfolgt mit dem Ziel, ihre Wettbewerbsfähigkeit auf diesem Gebiet zu verbessern, den Umfang ihrer Tätigkeiten anzupassen und ihre Managementbasis zu konsolidieren, wie es weiter heißt. 

Daraufhin haben beide Unternehmen über die Verwirklichung einer geeigneten Allianz auf diesem Gebiet gesprochen. Die jetzt bekannt gegebene Vereinbarung beschließt den Plan, ein Joint Venture zu gründen, um die Bogenoffset-Geschäfte beider Unternehmen zu integrieren. Dadurch sollen bedeutsame Synergien bezüglich Verbesserung des Produktsortiments, Ausweitung der Entwicklungskapazitäten, Kostenreduzierungen und Stärkung der Verkaufs-und Service-Netzwerke erzielt werden. 

Die Druckbranche geht gegenwärtig von einem steigenden Bedarf an Druckmaschinen in Schwellenländern aus. Gleichzeitig steigt in den entwickelten Märkten der Bedarf an hochspezifizierten Produken.  

Mit dem neuen Joint Venture verfolgen beide Unternehmen MHI-PPM und Ryobi das Ziel, sich gegen intensivierten globalen Wettbewerb gut aufzustellen und eine stärkere Präsenz im Gesamtmarkt zu erreichen, wie es in der Presseerklärung weiter heißt.

Als Firmenname ist „Ryobi MHI Graphic Technology Ltd.“ vereinbart worden. Der Hauptsitz befindet sich in 800-2 Ukaicho, Fuchu City, Hiroshima, Japan. Die Namen der Geschäftsführung wurden noch nicht bekannt gegeben. Der Vorstand besteht aus fünf Direktoren (einschließlich einem Vorsitzenden): drei von Ryobi, zwei von MHI-PPM. Als Gegenstand des Unternehmens werden die Herstellung und der Verkauf von neuen Druckmaschinen und dazu gehörigen Produkten; die Gestaltung, Implementierung und Überwachung von Maschineninstallationen; der Verkauf von Gebrauchtmaschinen angegeben. Das Eigenkapital soll 100 Mio. Yen (etwa 770.000 Euro) betragen. Beginn der Geschäftstätigkeit sei der 1. Januar 2014. Die Mitarbeiterzahl wird mit 450 angegeben. Jahresabschluss ist jeweils der 31. März. Anteilseigner sind Ryobi mit 60%, MHI-PPM mit 40% der Firmenanteile. Als Ziel für das Geschäftsjahr 2014 wird ein Umsatz von 30 Mrd. Yen angepeilt, das Ergebnis vor Steuern soll bei 1,5 Mrd. Yen liegen.

Als vorbereitendes Unternehmen soll am 31. Juli 2013 die „RM Limited“ gegründet werden. Es ist geplant, dass der Name zum 1. Januar 2014 auf „Ryobi MHI Graphic Technology Ltd.“ geändert wird.

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