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Pappebücher: Zielgruppe sind Kleinverlage und Illustratoren

Sachsendruck-Geschäftsführer Stephan Mallik im Gespräch mit print.de
 

Sachsendruck-Geschäftsführer Stephan Mallik: "Im Wettbewerb mit Fernost punkten wir mit Nähe und Beratung, kurzen Lieferzeiten, Sicherheit und Qualität."

Highlight und Schwerpunkt von Sachsendruck  ist das Pappebuch, das die Firma mit Sitz in Plauen als einzige in Deutschland herstellt. Inzwischen ist das Produkt nicht nur als Kinderbuch nachgefragt, sondern zunehmend auch als Prospekt, Künstlerbuch oder hochwertige Speisekarte. Geschäftsführer Stephan Mallik sprach mit print.de über die Chancen und Herausforderungen im Nischengeschäft.

print.de: Was war Ihre größte Herausforderung bei der Produktion von Pappebüchern?
Stephan Mallik: Die größte Herausforderung war, Auflagen zwischen einem und einer Millionen Exemplaren herstellen zu können. Hinzu kommen zahllose Ausstattungsmöglichkeiten und Materialien. Große Trends sind Recyclingkarton und hochwertige offene Kartonagen.

print.de: Wie läuft das Geschäft in diesem Bereich? Wie begegnen Sie der Konkurrenz aus Fernost und anderen Ländern?
Stephan Mallik: Das Pappebuchgeschäft wächst kontinuierlich. Viele Verlage wollen heute aus gutem Grund wieder einen deutschen Anbieter, und mit der Herstellung von kleinen Auflagen haben wir freie Illustratoren und Kleinverlage als Zielgruppe erschlossen. Im Wettbewerb mit Fernost punkten wir mit Nähe und Beratung, kurzen Lieferzeiten, Sicherheit und Qualität. Wir garantieren die Einhaltung der relevanten Richtlinien (insbesondere die EN71 1/2/3) mit Zertifikaten deutscher Labore. Auch ethische und soziale Standards spielen eine Rolle. Kinderbücher sollten für, aber nicht von Kindern gemacht werden.

print.de: Womit können Sie bei Ihren Auftraggebern im Kinderbuchbereich punkten? Welche drucktechnischen Raffinessen sind derzeit am meisten gefragt?
Stephan Mallik: Grundsätzlich punkten wir mit unserer Expertise in der Kinder- und Pappebuchherstellung und exzellenter Beratung. Wir entwickeln auch eigene Projekte – beispielsweise das preisgekrönte Apfelbaumbuch mit eingearbeiteten Apfelkernen, aus dem ein Apfelbaum wachsen kann – und werden mit dem Kunden kreativ. In der Herstellung kombinieren wir Offset-, Digital-, Sieb-, 3-D- und Buchhochdruck. Ein kommender Höhepunkt sind Pappebücher für Sehende und blinde Menschen.

Wie sich aktuell der Kinderbuchmarkt in Deutschland entwickelt und warum viele Verlage zwar gerne in Deutschland produzieren würden, es aber doch nicht tun, lesen Sie im nächsten Deutschen Drucker, Nr. 23/2017, der am 9. November erscheint. [2887]

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