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Sachsendruck: Gläubiger stimmen Insolvenzplan zu

Konzentration auf die Fertigung von Kinderbüchern

Die Gläubiger der Sachsendruck Plauen GmbH haben mit großer Mehrheit einem Insolvenzplan zugestimmt, mit dessen Hilfe Sachsendruck das Verfahren in naher Zukunft beenden könnte. Dies hat die Kanzlei Schultze & Braun in einer Pressemeldung bekannt gegeben. Das Amtsgericht Leipzig habe den Plan ebenfalls bestätigt. 85 Arbeitsplätze und zehn Ausbildungsplätze sowie der Standort Plauen seien damit gesichert.

Der mit den Gläubigern abgestimmte Plan sieht eine Neuausrichtung der gesamten OAN-Gruppe als Premium-Dienstleister für Verlage vor. In diesem Zusammenhang soll sich der Standort Plauen hauptsächlich auf die Fertigung von Kinderbüchern konzentrieren. Zur effizienten Nutzung der Produktion sei bereits während des Insolvenzverfahrens alles auf die zukünftigen Arbeitsgebiete ausgerichtet worden.  Mit ihrem Leistungsspektrum biete die OAN-Gruppe in Verbindung mit der Produktionsstätte Plauen ein attraktives Portfolio für Kinderbuchverlage", erklärt Geschäftsführer Stephan Treuleben. "So sind wir einer der wenigen Hersteller in Europa, die über die technischen Voraussetzungen und das Know-how zur Herstellung von Pappbüchern verfügen.“
 
Sachsendruck wird künftig gemeinsam mit  der neuen Betreibergesellschaft Druckwerk Plauen GmbH unter dem Dach der OAN-Gruppe agieren. Die Produktionsstätte in Plauen soll ihre Fertigungskapazitäten mit denen der OAN-Gruppe mit Sitz in Zwenkau verbinden. Die OAN-Gruppe, deren Geschäftsführer ebenfalls Stephan Treuleben ist, hatte im Juni ihre Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung abgeschlossen und sich neu am Markt positioniert. Der Erhalt der Produktionsstätte in Plauen leiste somit einen Beitrag für die weitere Entwicklung  der gesamten Gruppe, so Treuleben.
 
Sachsendruck hatte im Juni ein Eigenverwaltungsverfahren beantragt, um sich nachhaltig zu sanieren und neu am Markt zu positionieren. Das Amtsgericht Leipzig hatte zum 1. September das Verfahren in Eigenverwaltung eröffnet. Damit blieb Treuleben als Geschäftsführer von Sachsendruck voll handlungsfähig. Unterstützt wurde er von dem Sanierungsspezialisten Rüdiger Bauch von Schultze & Braun sowie dem vom Gericht bestellten Sachwalter Michael Schoor von der Pluta Rechtsanwalts GmbH.
 
„Wir liegen bei unserer Sanierung voll im Zeitplan“, erklärt Treuleben. „Unser Ziel ist es weiterhin unverändert, das Verfahren noch im ersten Quartal 2015 abzuschließen.“ Treuleben dankte besonders dem Betriebsrat, der die Sanierungsbemühungen des Unternehmens mit einer zügigen Übereinkunft zu einem Interessensausgleich und einem Sozialplan für die Mitarbeiter unterstützte.
 

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