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Schlott: Finanzierung im vorläufigen Insolvenzverfahren gesichert

Zwei internationale Tochterunternehmen melden Insolvenz an

Dr. Siegfried Beck, vorläufiger Insolvenzverwalter für alle deutschen Firmen der Schlottgruppe und der beiden internationalen Tochterunternehmen

Die Fortführung der Schlottgruppe im vorläufigen Insolvenzverfahren ist gesichert. In einer Pressemitteilung gab das Unternehmen am 31. Januar bekannt, dass die Banken der insolventen Unternehmensgruppe und der vorläufige Insolvenzverwalter Siegfried Beck in mehrtägigen Verhandlungen einen so genannten „Massekredit“ vereinbart haben.

Damit verfüge Beck nun über das notwendige Kapital, die Geschäftsbetriebe der Gruppe auf absehbare Zeit – also über den Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung Anfang April hinaus – aufrecht zu halten. Bis dahin hat der vorläufige Insolvenzverwalter nun Zeit, zusammen mit dem Vorstand der Schlottgruppe nach Wegen zur Rettung für den Druck- und Medienkonzern zu suchen. „Dass die Banken in dieser schwierigen Situation neue Mittel zugesagt haben, zeigt das Vertrauen in die Zukunft der Gruppe“, betonte Beck nach Abschluss der Verhandlungen. „Dies sendet ein eindeutiges Signal an potenzielle Investoren.“ Beck habe zudem die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes auf den Weg gebracht, so dass alle der rund 1.500 deutschen Mitarbeiter in den nächsten Tagen die Januar-Bezüge erhalten. Insgesamt sind nach Angaben von Schlott die Löhne und Gehälter über das Insolvenzgeld bis einschließlich  März gesichert. Am 26. Januar traf sich der vorläufige Insolvenzverwalter mit dem Gesamtbetriebsrat der Schlottgruppe, um diesen über den Stand des Verfahrens und die nächsten Schritte zu informieren.

Unterdessen haben laut Schlott auch zwei internationale Tochtergesellschaften der Gruppe Insolvenz angemeldet. Hierbei handle es sich um das französische Weiterverarbeitungsunternehmen „Hollmann S.A.“ mit Sitz in Hambach mit rund 130 Mitarbeitern sowie um die schwedische Vertriebsgesellschaft
„Schlott Försäljning Aktiebolag“ mit Sitz in Stockholm.
Das für die Insolvenz der gesamten Schlottgruppe zuständige Amtsgericht Nürnberg hat Beck auch bei diesen beiden Gesellschaften als vorläufigen Insolvenzverwalter eingesetzt, um eine Insolvenzverwaltung aus einer Hand zu ermöglichen.

Die Schlottgruppe AG hatte zusammen mit allen elf deutschen Tochtergesellschaften am 18. Januar Insolvenz angemeldet.

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