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Schlott Gruppe AG: Verlust im abgelaufenen Geschäftsjahr

Kapitalerhöhung soll Finanzierung bis einschließlich 2011/2012 sichern

Wenig Hoffnung auf Besserung der wirtschaftlichen Lage gibt es derzeit für die Schlott Gruppe AG (Freudenstadt). Der Tiefdruckkonzern hat seine vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2008/2009 vorgelegt. Demnach wurde ein Wertschöpfungsumsatz (WSU) von 194,1 Mio. Euro erzielt – im Vorjahr waren es noch 225,3 Mio. Euro gewesen. Der ausgewiesene Umsatz beläuft sich auf 364,6 Mio. Euro nach 468,8 Mio. Euro im Vorjahr.
Das Vorsteuerergebnis (EBT) vor Restrukturierungskosten rutschte mit einem Minus von 6,3 Mio. Euro in die roten Zahlen (Vorjahr: +0,5 Mio. Euro).
Die anhaltende negative Marktentwicklung mache »weitere erhebliche Anpassungen notwendig«. Bereits im Juni 2009 hatte der Konzern darum Kapazitätsreduzierungen im Tiefdruck und in der Weiterverarbeitung beschlossen. Die damit verbundenen Aufwendungen beliefen sich laut Schlott im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 20,5 Mio. Euro. Das EBT nach Restrukturierungskosten betrug -26,8 Mio. Euro nach -17,5 Mio. Euro im Vorjahr.
Der Geschäftsbereich Print erzielte im Geschäftsjahr 2008/2009 einen WSU von 192 Mio. Euro nach bereinigt 222,2 Mio. Euro, ein EBT vor Restrukturierungskosten von -1,9 Mio. Euro nach +2,3 Mio. Euro und inklusive Restrukturierungskosten von -17,4 Mio. Euro nach -15,2 Mio. Euro.
Für das Geschäftsjahr 2009/2010 rechnet Schlott damit, dass sich das Marktumfeld noch einmal abschwächen wird. Durch die im Oktober angekündigte Zentralisierung der Verwaltung will das Unternehmen zusätzliche Kosten sparen. Im Rahmen eines mit Bankpartnern und Großaktionären abgestimmten Finanzierungskonzepts hat Schlott eine Kapitalerhöhung beschlossen. Dadurch soll die Umsetzung der Restrukturierung abgesichert und die Finanzierung bis einschließlich des Geschäftsjahres 2011/2012 sichergestellt werden. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Schlott nochmals mit einem Rückgang des WSU und einem »deutlich negativen EBT«. Insgesamt will der Konzern seine Kapazitäten im Tiefdruck um 20 Prozent senken, die Weiterverarbeitungskapazitäten entsprechend anpassen und die Zahl der Mitarbeiter insgesamt um rund 530 reduzieren. In der Summe sollen diese Maßnahmen jährlich Kosten von knapp 40 Mio. Euro einsparen.

Schlott Gruppe AG http://www.schlottgruppe.de

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