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Schlott Sebaldus: Expansion im Tiefdruckbereich geplant

Zahl der Anbieter zu hoch

Die Schlott-Sebaldus AG (Freudenstadt) will im deutschen oder westeuropäischen Tiefdruckmarkt durch Zukäufe weiter expandieren. Dies erklärte der Vorstand bei der Bilanzpressekonferenz. Das Unternehmen, das in Deutschland über Tiefdruckbetriebe in Nürnberg, Freudenstadt und Landau verfügt, will selbst keine neuen Kapazitäten in den Markt bringen. Der Vorstand vertritt die Ansicht, dass die Zahl der Anbieter im europäischen Markt für High Performance Printing »deutlich zu hoch« sei. Im Gegensatz zu den USA gebe es beispielsweise noch eine Reihe von Verlagen, die über eigene Druckkapazitäten verfügen. Hier will Schlott-Sebaldus offensichtlich ansetzen.
Im Rollenoffsetbereich wird neben der Schließung der Rollenoffsetdruckerei in Karlsruhe auch der Standort Bamberg aufgegeben, von wo die verbliebenen Mitarbeiter der einstigen St.-Otto-Druckerei jetzt nach Nürnberg pendeln müssen. Dort wird die Firma Heckel mit vier Druckmaschinen (eine davon aus Bamberg) künftig die reduzierten Kapazitäten von Schlott-Sebaldus im Rollenoffset beherbergen. 55 Stellen in Karlsruhe und 40 in Bamberg wurden gestrichen. Auch in Nürnberg wird die »Reorganisation« voraussichtlich über 50 Arbeitsplätze kosten.
Personell wachsen will der Konzern, der zur Zeit knapp 4.000 Mitarbeiter zählt, unter anderem im Bereich Digital Services und bei der tschechischen Tochterfirma Meiller Direct CZ s.r.o. Bis Jahresende soll deren Zahl auf rund 250 wachsen.

Schlott Sebaldus AG http://www.schlott-sebaldus.de

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