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Schlottgruppe hat Schwierigkeiten bei der Finanzierung

Bernd Rose, Vorsitzender des Vorstands der Schlottgruppe AG

Die Schlottgruppe AG hat bei ihrer Restrukturierung nach eigenen Angaben „einen deutlichen Rückschlag erlitten". Das meldete der börsennotierte Druckkonzern in einer Ad-Hoc-Meldung.

Weil zwar die angestrebte Entlastung der Kostenseite im Geschäftsjahr 2009/10 erreicht werden konnte, sich aber der Preisdruck im Markt „nochmals deutlich negativer als geplant" entwickelt habe, sei der Ergebnisverlauf in den letzten Monaten des Geschäftsjahres 2009/10 schlechter gewesen als in den der aktuellen Finanzierung zugrunde gelegten Planungen.

Kreditgebern steht bei Unterschreitung der Unternehmensplanung ein außerordentliches Kündigungsrecht für diese Kredite zu. Am heutigen Montag soll in Nürnberg eine Besprechung mit den Finanzierungspartnern auf der Fremdkapitalseite stattfinden, um über die weiteren Schritte und Maßnahmen zu beraten. Sollten einzelne Finanzierungspartner ihr Sonderkündigungsrecht ausüben, wird die Schlottgruppe AG nach eigenen Angaben nicht in der Lage sein, diese Forderungen zu bedienen.

Die in den vergangenen Wochen geführten Gespräche mit einem potentiellen Eigenkapitalgeber sind laut Schlottgruppe gescheitert.

Als weitere Konsequenz, so die Ad-Hoc-Meldung, wird im konsolidierten Jahresabschluss 2009/10 eine signifikante Firmenwertabschreibung, über deren Höhe noch nicht entschieden ist, zu verbuchen sein.

Die Schlottgruppe AG hatte im Herbst des vergangenen Jahres zusammen mit externen Beratern ein Konzept zur strategischen Neupositionierung des Unternehmens sowie ein entsprechendes Finanzierungskonzept entwickelt. Dieses Finanzierungskonzept umfasst neben einer umfassenden Eigenkapitalerhöhung weitere weitreichende Zugeständnisse auf der Fremdkapitalseite. Im Zuge dieser Verhandlungen wurde zudem die Rückzahlung von fälligen Bankverbindlichkeiten gestundet.

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