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Schwarzwälder Bote löst Druckvorstufenfirma auf

Aufträge sollen an Drittunternehmen vergeben werden
Grafik-Bote

Die Druckvorstufenfirma Grafik-Bote soll im kommenden Jahr aufgelöst werden.

Der Grafik-Bote, die Druckvorstufen-Firma des Schwarzwälder Boten (Oberndorf/Neckar), soll zum 30. Juni 2012 aufgelöst werden. Das berichten der Südwestrundfunk und die Süddeutsche Zeitung, die sich auf eine Pressemitteilung der Schwarzwälder Bote Mediengesellschaft mbH beruft. Das Unternehmen Grafik-Bote, das aktuell rund 60 Mitarbeiter beschäftigt, war 2008 ausgegliedert worden. Es fungiert bislang als „Dienstleister im Bereich der Zeitungsdruckvorstufe mit Schwerpunkt in der digitalen Planung, Gestaltung und Produktion von Zeitungs- und Verlagsobjekten“.

Die beabsichtige Schließung wird laut SZ damit begründet, dass der Grafik-Bote schon „seit längerem nicht mehr wettbewerbsfähig“ gewesen sei. Die Aufträge sollten nun an externe Anbieter vergeben werden. Mit dem Betriebsrat soll über einen Sozialplan verhandelt werden. Die SZ zitiert den Gesamtbetriebsratsvorsitzenden der Mediengruppe mit der Aussage, die Mitarbeiter des Grafik-Boten seien „enttäuscht und wütend“.

Die Regionalzeitung Schwarzwälder Bote, die zur Südwestdeutschen Medienholding (SWMH) gehört, ist seit Monaten Schauplatz von Streikmaßnahmen. Nach der Druckvorstufe waren im Frühjahr dieses Jahres 270 weitere Mitarbeiter – aus den Redaktionen und der Medienvermarktung – in separate Unternehmen ausgegliedert worden. Alle drei neu gegründeten Firmen sind nicht mehr tarifgebunden, die Arbeitsbedingungen werden laut Gewerkschaft Verdi mit den Beschäftigten einzelvertraglich geregelt. Die Streiks zielen laut Gewerkschaften daraufhin, alle diese Firmen zurück in die Tarifbindung zu bringen.

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