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Seybold San Francisco: Adobe-Keynote

»Dynamisches Network Publishing« im Mittelpunkt

Bruce Chizen hatte es nicht leicht, nach der gelungenen Quark-Keynote vom Montag und der Ansprache von Steve Jobs seine Botschaften vom »Network-Publishing« unter die Leute zu bringen. Getreu des Arbeitsablaufes »Create - Manage - Deliver« (Herstellen, Managen, Ausliefern) präsentierte er gemeinsam mit Shantanu Narazen (Worldwide Productmarketing) Indesign 2.0, Illustrator 10 – beides auf OS X 10.1 – Adobe Studio und Alter Cast. Live wurde in Illustrator 10 vorgeführt wie zukünftig das Handling von Transparenzen, das automatische Update von Elementen und die Modifikation von Texten funktionieren soll. Erster grosser »Aha«-Effekt des Publikums war das »Sprayen von Grafikelementen« und der automatische Austausch von Elementen in der Grafik. Adobe tritt mit Indesign 2.0 und mit Illustrator 10 den Beweis an, dass das Handling von Grafiken und Metadaten ein neues Publishing-Zeitalter einläuten wird. Für Narayen nimmt hierbei PDF eine wichtige Rolle als »ultimate Content-Container« ein. Auch hier folgte ein eindrucksvolles Beispiel: So wurde in Illustrator eine Seite gestaltet und mit dem hinterlegen Profil eines Dienstleisters als PDF exportiert. Prompt öffnete sich der Browser und die Website des Druckdienstleisters – das PDF wurde im Reader-Plug-In
geöffnet und der Kunde konnte seine Seite im Web als »Softproof« betrachten. Schliesslich wurde direkt über die Website der Druckauftrag erteilt. Adobe nennt dies »Internet-Printing« und bietet hierfür die Technologien zukünftig an. Auch Adobe Studio – eine Applikation die als ASP-Modell von Adobe direkt auf dem Adobe-Server angeboten wird – verfolgt ähnliche Ziele. Hier sollen Kreative in die Lage versetzt werden ohne eigene, große Serveranwendungen mit ihren Kunden virtuell zusammenzuarbeiten. Adobe bietet hier eine kostenlose »Community-Lösung« und eine kostenspflichtige »Design-Teamlösung« an.
Ein weiteres Highlight war Indesign 2.0. in dem per »Copy & Paste« ein Illustrator-Element in die Indesign-Datei platziert wurde und dann anschließend die Transparenz-Eigenschaften des Bildes aus Photoshop übernommen wurden. Das Ergebnis: Ein Freisteller ohne Pfade direkt in Indesign. Viele Anwender werden darauf gewartet haben. Bei der Datenübergabe per Web setzt Adobe in Zukunft auf Alter Cast. Mittels Illustrator-Technologie und der intelligenten Implementierung von XML und dem neuen Adobe-eigenen XMP werden so dynamische Grafikdaten ermöglicht. Ein einfaches Beispiel hierfuer ist das automatische »on-the-fly«-Composing von Text und Grafikelementen. So können mehrere Sprachwechsler dynamisch via Web mit den Bildelementen kombiniert werden. Selbst Preiswechsler (Großhandel/Einzelhandel) werden hiermit mit ein und dem gleichen Datenstamm realisierbar. Adobe wird seine Produktlinie weiter untereinander verknüpfen und damit jeden Joker ausspielen, den das Unternehmen mit Postscript, PDF, XMP und SVG geschafffen hat und das dynamische Generieren von Kreativdaten ermöglichen – ohne dass der Anwender große Kenntnisse ueber XML haben muss. Der Hersteller verbindet mit seinem neuen Ansatz Online-Zusammenarbeit mit Internet-Printing und der Nutzung von variablen Daten. Kurz: Network-Publishing. Oder wie es Bruce Chizen nannte: "Simply awsome products...".

Adobe Systems GmbH www.adobe.de

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