Weiterempfehlen Drucken

Siegwerk: Werden Druckfarben teurer?

In diesem Jahr sind Preissteigerungen im Publikationsbereich nicht mehr zu erwarten
 

Pigmente und Harze – Rohstoffe für die Produktion von Druckfarben. Inzwischen funkeln Harze nicht nur wie Juwelen, sondern werden auch immer teurer. Die Preise für Harze wie Kolophonium sind dramatisch gestiegen und machen der Druckfarbenindustrie zu schaffen.

Der Druckfarbenhersteller Siegwerk mit Sitz in Siegburg plant die Preiserhöhungen für Rohstoffe an seine Kunden weiterzugeben: Wie das Unternehmen gegenüber print.de bestätigte, könnten 2013 Druckfarben teurer werden, "jedoch nicht in dem Maße wie im vergangenen Jahr. Im Publikationsbereich ist in diesem Jahr keine Preissteigerung mehr zu erwarten." In welchem Rahmen die Erhöhung liegen könnte, dazu wollte Siegwerk keine Angaben machen.

Einer Unternehmensmitteilung zufolge, sind die Preise für Rohstoffe weltweit gestiegen. Innerhalb von drei Jahren habe sich der Jahresdurchschnittspreis von dem aus Baumharz gewonnenen Stoff Kolophonium verdoppelt. Doch ohne Kolophonium "läuft bei Druckfarben für Zeitungen und Verpackungen gar nichts". Dazu machen die "dramatisch gestiegenen" Energie- und Transportkosten der Industrie zu schaffen.

„Ein Ende der Preisspirale ist nicht in Sicht, wir müssen die steigenden Einkaufskosten jetzt an unsere Kunden weiterreichen“, sagt Michael Müller-Samson, Leiter Rollenoffset bei der international agierenden Siegwerk-Gruppe mit Sitz in Nordrhein-Westfalen. „Unsere Branche steckt schon seit Jahren in der Rohstoff-Falle fest. Weltweit steigt die Nachfrage, insbesondere in aufstrebenden Märkten, während die Produktionskapazitäten auf Anbieterseite sinken. Die Fieberkurve der Preise auf den Märkten hat in den vergangenen Monaten alle Rekorde geschlagen und bleibt extrem schwankend. Durch die enorm gestiegenen Kosten ist die Herstellung einiger Produkte inzwischen unrentabel geworden“, berichtet Müller-Samson.

Auch die Aussichten seien trübe: Die Situation würde sich weiter zuspitzen. Margen gingen bei den Rohstoffzulieferern stark zurück, Nachfragemengen ebenso. Zulieferer suchten andere Absatzmärkte mit für sie höheren Erlösen und der Möglichkeit sich zu konsolidieren.

Die Folgen für die Druckindustrie werden laut Siegwerk sein: weitere Verknappung und steigende Preise.

Anzeige

Firmen-Suche

Leserkommentare

Noch keine Kommentare. Geben Sie den Ersten ab!

Markt & Management

Mangel an Facharbeitern eine Herausforderung für die Druckindustrie

VDMB-Umfrage: 90 Prozent der Firmen haben Bedarf an Fachkräften
Fachkräftemangel

Die Auswirkungen des Mangels an Fachkräften auf die Unternehmen der Druck- und Medienwirtschaft sind gravierend. Das ist das Resultat einer Branchenumfrage des Verbandes Druck und Medien Bayern (VDMB) über die aktuelle Fachkräftesituation. Die Zahl der Druckbetriebe, die vom Fachkräftemangel beeinträchtigt sind, sei erneut deutlich angestiegen und mache sich häufig auch wirtschaftlich bemerkbar, schreibt der VDMB in einer Pressemitteilung.

» mehr

Druck&Medien Awards 2016: After-Show-Party

Jetzt NEU

Die print.de-Karte der wichtigen Branchenkontakte

Mehr Details zu den einzelnen Anbietern in Ihrer aktuellen Ausgabe des Deutschen Druckers unter Service/Das Branchenverzeichnis A-Z
mehr

Top-Themen

Geschäftsführer Christian Aumüller (Aumüller Druck) hinterfragt den ökologischen Sinn von Forstwirtschaftszertifikaten für Druckereien.

"Fürs FSC/PEFC-Zertifikat werden Druckereien ordentlich gegängelt!"

Am Rande eines Interviews mit „print.de“ über das Engagement der Industriedruckerei Aumüller Druck in Regensburg in Sachen betrieblicher Umweltschutz berichtete Geschäftsführer Christian Aumüller über seine jahrelangen Praxiserfahrungen mit der FSC/PEFC-Zertifizierung und hinterfragt deren Sinnhaftigkeit für die Druckindustrie.
mehr

Ganz so unbedeutend ist die Druckbranche gar nicht

Wenn das Geschäft einer Druckerei nicht mehr auskömmlich ist, hört man immer wieder dieselben Begründungen: „Das Internet macht uns das Leben schwer.“ Oder: „Wegen des ruinösen Preiskampfes haben wir keine Chance.“ Warum solche negativen Statements der Printbranche nicht gerecht werden und warum Zeitschriften als Premiumprodukte auch häufiger als alle zwei Monate erscheinen können, erläutert Bernhard Niemela, Geschäftsführer Deutscher Drucker.
mehr

Aktuell bei Top 10

Die 10 besten Schriften 2016

Das sind die 10 besten Schriften des Jahres 2016 – zumindest wenn es nach der britischen Type Foundry "HypeForType" geht. Das britische Versandhaus für Schriften hat die aus seiner Sicht besten Schriften des vergangenen Jahres gekürt.
mehr

Druck&Medien Awards 2016 – Get-together und Dinner

CGI – So sieht die Zukunft der Bildbearbeitung aus

Umfrage

Gibt es in Ihrem Unternehmen Sport- und Gesundheitsangebote für Mitarbeiter?

Jetzt abstimmen

Kommentare

Services

Bitte warten...