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Sonderabschreibungen belasten Jahresergebnis von Mondi

Gesamtjahresverlust vor Steuern von 103 Millionen Euro

Der Papier- und Verpackungshersteller Mondi schließt das Geschäftsjahr 2008 mit einem Gesamtjahresverlust vor Steuern von 103 Millionen Euro ab. Grund hierfür sind laut Mondi Sonderabschreibungen und andere Einmalaufwendungen. Im Vorjahr wurde noch ein Plus von 382 Mio. Euro erwirtschaftet. Das operative Ergebnis der Gruppe beträgt 441 Mio. Euro nach 502 Mio. Euro in 2007.
Die von Wien aus geleitete Mondi Division Europe & International erzielte 2008 ein operatives Ergebnis (EBIT) von 334 Mio. Euro (Vorjahr: 386 Mio. Euro). Der Umsatz blief sich auf 5,159 Mrd. Euro nach 5,189 Mrd. Euro im Vorjahr.
»Angesichts der Finanz- und Wirtschaftskrise ist dies ein sehr solides und respektables Ergebnis«, kommentierte Peter Oswald, CEO Mondi Europe & International, die Zahlen.
Innerhalb von Mondi Europe & International konnte im Geschäftsbereich »Uncoated Fine Paper« das Ergebnis um 27 Prozent auf 126 Mio. Euro deutlich verbessert werden. Im Bereich »Bags & Specialities« wurde ein Ergebnis von 159 Mio. Euro erzielt – nach 154 Mio. Euro im Vorjahr. Dagegen verzeichnete der Geschäftsbereich »Corrugated« mit minus 63 Prozent einen deutlichen Rückgang von 133 Mio. Euro im Vorjahr auf 49 Mio. Euro.
Aufgrund der rückläufigen Auftragssituation hat Mondi Europe & International die Stilllegung einer Papierfabrik in Bulgarien und einer Papiermaschine in Schweden angekündigt. Trotz des schwierigen Geschäftsumfeldes will das Unternehmen seine beiden Großprojekte in Russland und Polen mit einem Investitionsvolumen von 875 Mio. Euro jedoch unverändert fortführen.
Seit seiner Abspaltung vom Mutterkonzern Anglo American plc ist der Papier- und Verpackungshersteller als Mondi Limited und Mondi plc an den Börsen in Johannesburg und London doppelnotiert. Die Divison Mondi Europe & International hat ihren Sitz in Wien und beschäftigt 26 000 Mitarbeiter an 90 Standorten in 30 Ländern.

Mondi Group http://www.mondigroup.com

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