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Springer will sich auf Print konzentrieren

Rückzug aus dem Fernsehgeschäft geplant

Der Axel Springer Verlag will sich nach Worten seines Vorstandschefs Matthias Döpfner aus dem Fernsehgeschäft zurückziehen und seinen Anteil am Sender »Pro Sieben Sat.1« wohl nicht aufstocken. »Wir werden uns künftig auf unser Kerngeschäft konzentrieren: Printmedien und das, was man auf digitalen Vertriebswegen daraus machen kann«, sagte Döpfner dem Nachrichtenmagazin »Der Spiegel« in einem am Mittwoch vorab veröffentlichten Interview.
Springer verlegt unter anderem die Zeitungen »Bild« und »Die Welt« und hält derzeit 11,5 Prozent an der KirchMedia-Tochter »Pro Sieben Sat.1«. Der Verlag hat darüber hinaus ein Vorkaufsrecht auf weitere 16,5 Prozent an der Senderfamilie. Eigentlich hatte Springer geplant, seinen Anteil an »Pro Sieben Sat.1« über eine Verkaufsoption an die insolvente Kirch-Gruppe zu veräußern. Seither war darüber spekuliert worden, ob Springer sein Engagement im Fernsehgeschäft ausweiten oder ganz streichen wird. Es habe immer festgestanden, Springer mache Fernsehen »ganz oder gar nicht«, so Döpfner. »Und wir machen es nur, wenn die Konditionen stimmen und die Risiken überschaubar sind.« Durch die konjunkturelle Lage hätten sich die Risiken vergrößert. Auch sehe Springer nach den Verhandlungen mit den Kirch-Insolvenzverwaltern kein Ergebnis, das den Verlag zum Aufstocken seiner Anteile veranlasse.

Axels Springer Verlag http://www.asv.de

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