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Steht die Druckerei der Frankfurter Rundschau vor dem Aus?

Axel Springer kündigt Druckauftrag
 

Der Auftragsentzug des Axel-Springers-Verlag könnte das Aus für das Druckzentrum der Frankfurter Rundschau bedeuten.

Schlechte Nachricht für die insolvente "Frankfurter Rundschau": Der Axel-Springer-Verlag hat der zum Verlagshaus gehörenden Druckerei seinen Auftrag für "Bild", "Welt" und "Welt kompakt" aufgrund des Insolvenzverfahrens entzogen. Laut einem Bericht des Magazins "Spiegel Online" macht dieser jedoch rund die Hälfte des Umsatzes aus. Der Auftragsentzug könnte das Aus für das Druckzentrum bedeuten. Noch versuche man, den Springer-Auftrag zu retten. Eine "endgültige Reaktion" des Verlags stehe aus.

Ein Springer-Sprecher bestätigte gegenüber "Spiegel Online" die Kündigung des Vertrags. Sie sei notwendig gewesen, um die Sicherheit der Zeitungsproduktion zu gewährleisten.

"Ich möchte Ihnen nichts vormachen: In unserem Bemühen, die Druckerei ebenso wie den Verlag zu retten, wäre dies ein schwerer Rückschlag", schreibt Insolvenzverwalter Frank Schmitt in einem Brief an die Mitarbeiter, aus dem Spiegel Online zitiert. Er sei aber weiter zuversichtlich, dass für den Verlag in den kommenden Wochen der Verkauf an einen Investor gelingen werde. Auch für die Druckerei gebe es Interessenten, die "unter Umständen an einer Übernahme der Druckerei auch ohne den Axel-Springer-Auftrag interessiert sind."

Wie "HR-Online" unter Berufung auf den Branchendienst "Meedia" berichtete, will Springer die genannten Blätter künftig bei drei anderen Häusern drucken lassen. Darunter befinde sich die Frankfurter Societäts-Druckerei, eine Schwester der FR-Konkurrentin "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ). Weitere Ausweichstellen seien die Druckerei der türkischen "Hürriyet" sowie Zeitungsdruck Dierichs in Kassel.

Im vergangenen Jahr habe der Springer-Auftrag nach Angaben des Insolvenzverwalters ein Volumen von 16 Millionen Euro gehabt. In dem Druckzentrum sind rund 250 Mitarbeiter beschäftigt.

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