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Stielow Label & Logistics beantragt Insolvenz

70 Mitarbeiter sind betroffen

Der Etikettenhersteller Stielow Label & Logistics mit Sitz in Norderstedt hat beim Norderstedter Amstgericht einen Insolvenzantrag gestellt. Dies berichtet das Hamburger Abendblatt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Stephan Münzel von der Hamburger Kanzlei Münzel & Böhm bestellt. Betroffen sind bundesweit 70 Mitarbeiter.

Offenbar hatte das Unternehmen bereits im Vorfeld nach einem Investor gesucht, der allerdings kurzfristig abgesprungen war. Nach Angaben des Abendblatts hatte Geschäftsführer Raymond Vogt den Mitarbeitern bereits im September mitgeteilt, dass die September-Gehälter nicht pünktlich ausgezahlt werden könnten. Man habe nicht mehr genügend Aufträge, um mit den Einnahmen die laufenden Ausgaben zu decken, soll ein Rundschreiben an die Mitarbeiter zur Begründung erklärt haben.

Wie der vorläufige Insolvenzverwalter Stephan Münzel gegenüber dem Online-Portal der Zeitschrift Business Partner erklärte, sei sein Ziel der Erhalt des Traditionsunternehmens als Ganzes. Man arbeite gegenwärtig gemeinsam mit der Geschäftsleitung und dem Betriebsrat an der Umsetzung des mit potenziellen Investoren abgestimmten Sanierungskonzeptes.

Das 1947 gegründete als Stielow GmbH & Co. KG Unternehmen war ursrünglich als reines Adressierwerk aufgestellt, später kamen Geschäftsbereiche Postbearbeitung, Etikettentechnik sowie Druckweiterverarbeitung hinzu. Im Jahr 2002 übernahm die französische Neopost die Bereiche Postbearbeitung und Druckweiterverarbeitung. Der Bereich Etikettentechnik und Adressieren wurde herausgeläst und als Stielow Label & Logistics neu gegründet.

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