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Süddeutscher Verlag: Umsatz- und Gewinnrückgang auch in 2002

Schwarze Zahlen für 2003 angepeilt

In einem für die Medienwirtschaft insgesamt sehr unbefriedigenden Jahr verzeichnete die Mediengruppe Süddeutscher Verlag (SV) Rückgänge bei den Umsätzen in fast allen Unternehmensbereichen und schließt nach 2001 abermals mit einem Jahresfehlbetrag ab. Die Umsatzerlöse blieben mit 719, 9 Mio. Euro (Vorjahr: 808,0 Mio. Euro) erheblich unter den Erwartungen. Maßgeblich betroffen war auch das Flaggschiff »Süddeutsche Zeitung« mit einem Umsatzrückgang um 50,9 Mio. Euro auf 297,2 Mio. Euro. Erfreulich war hingegen die Auflagenentwicklung der SZ: Sie verzeichnete 2002 mit durchschnittlich 439.852 verkauften Exemplaren Rekordauflage und hat Marktanteil und Reichweite verbessert.
Die rückläufigen Umsätze haben sich direkt auf das Ergebnis ausgewirkt: Nach 2001 (-43,9 Mio. Euro) ist auch für 2002 ein Jahresfehlbetrag (-76,6 Mio. Euro) zu verzeichnen. »Die schwerste Krise der deutschen Zeitungsverlage in den letzten 50 Jahren hat auch unser Haus hart getroffen«, stellt Hanns-Jörg Dürrmeier, Vorsitzer der Gesellschafterversammlung der Gruppe fest.
Neben den Einbußen bei Marken-, Kapital- und Finanzanzeigen gab es wie im Vorjahr vor allem im Stellengeschäft sehr deutliche Einbrüche (bis zu 50 Prozent). Hier hätte auch die sehr gute Auflagenentwicklung der »Süddeutschen Zeitung« keinen Ausgleich schaffen können. Klaus Josef Lutz, Geschäftsführer des Süddeutschen Verlages: »Die auch 2003 rückläufigen Anzeigenumsätze spiegeln weiterhin die gesamtwirtschaftliche Lage.« Die Rückgänge fielen in diesem Jahr aber geringer aus. Zudem zeige das Restrukturierungsprogramm erste Erfolge. Der Süddeutsche Verlag sei auf einem guten Weg in die Gewinnzone.
Trotz weiterhin leicht sinkender Umsätze rechnet die Geschäftsführung für 2003 mit einem deutlich positiven Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA).

Süddeutscher Verlag http://www.sueddeutscher-verlag.de

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