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Süddeutscher Verlag peilt für 2003 die Gewinnzone an

Verlagsstruktur soll geprüft werden

Der unter der Anzeigenrückgang leidende Süddeutsche Verlag plant, mit "einem Katalog weit reichender Maßnahmen" und einem neuen Management 2003 wieder schwarze Zahlen zu schreiben.
Durch die bisher eingeleiteten Kostensenkungen sei es bereits gelungen, rund 90 Millionen Euro einzusparen, sagte Dirk Refäuter, Sprecher der Verlagsgeschäftsführung, der "Süddeutsche Zeitung" in der Samstagausgabe. Er wolle in den kommenden Wochen mit den neu ins Unternehmen gekommenen Managern Josef Lutz, Chief Operating Officer, und Hanswilli Jenke, Finanzvorstand, die Struktur des Verlagskonzerns überprüfen. Dazu seien inzwischen Experten der Unternehmensberatung Roland Berger hinzugezogen worden, die bereits angeschobene Einzelprojekte zu einem Gesamtkonzept bündeln sollen.
"Wir müssen uns beizeiten darauf einstellen, dass die marktinduzierte Krise noch einige Monate andauert", sagte Lutz. Teilverkäufe bei den im Unternehmensbereich SVHFI gebündelten Fachverlagen und Regionalzeitungen sind Refäuter zufolge nicht ausgeschlossen. Am Donnerstag hatte es bereits aus Branchenkreisen geheißen, der Süddeutsche Verlag erwäge den Verkauf von Geschäftsteilen wie der Regionalzeitungssparte oder kleinerer Fachverlage.
Zu dem angeschobenen Effizienz-Programm gehörten zudem auch Kapitalmaßnahmen, die einen Abbau der Verschuldung und die Stärkung des Eigenkapitals einschlössen, berichtete die Zeitung weiter. Im Kern der Aktivitäten stünde die "Süddeutsche Zeitung" (SZ). "Sie steht in keiner Weise zur Disposition", sagte Lutz. Ausdrücklich verworfen worden sei auch, das Freitags erscheinende SZ-Magazin einzustellen. Ebenso stehe kein Verzicht auf die eigene Ausgabe in Nordrhein-Westfalen an. Die Restrukturierung ziele aber nicht primär auf einen Personalabbau. Nach dem derzeitigen Stand werde die Mitarbeiterzahl bis Ende 2003 auf 4400 von einst 5000 sinken. Für das laufende Geschäftsjahr 2002 rechne der Verlag mit einem Umsatzrückgang auf 720 Millionen Euro von 808 Millionen Euro im Vorjahr, hieß es.
2001 hatte der Süddeutsche Verlag, der mit der "SZ" die auflagenstärkste Tageszeitung in Deutschland nach der "Bild" herausgibt, einen Verlust von 43,9 Millionen Euro verbucht.

Süddeutscher Verlag http://www.sueddeutscher-verlag.de

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