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Sun Chemical will Tiefdruckenfarben-Geschäft von Flint Group übernehmen

Kartellbehörden müssen noch zustimmen
 
Tiefdruck

Nur noch wenige Unternehmen teilen sich den deutschen bzw. europäischen Tiefdruckmarkt.

Der Druckfarben-Hersteller Sun Chemical beabsichtigt, vom bisherigen Wettbewerber Flint Group dessen europäisches Geschäft mit Tiefdruckfarben für den Publikationsdruck zu übernehmen. Dies gaben Sun Chemical und Flint bekannt.

Die Übernahme soll alle Produkte betreffen, welche die Flint Group aktuell an die europäischen Publikations-Tiefdrucker liefert. Sun Chemical will die Übernahme als Signal verstanden sehen, dass man auch weiterhin dieses Geschäftsfeld unterstützt.

Die Übernahme steht allerdings noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden.

Der Markt für Publikations-Tiefdruck schrumpft seit Jahren. Zuletzt waren in Deutschland die Tiefdruckereien in Itzehoe (Prinovis) und Oberschleißheim (Bruckmann/TSB Gruppe) geschlossen worden. Das Tiefdruckverfahren gerät durch den Wegfall großer Kataloge bzw. die sinkenden Auflagen der Zeitschriften einerseits und die Installationen von immer mehr XXL-Rollenoffsetmaschinen mit bis zu 2,86 Meter Nutzbreite andererseits unter immer größeren Druck.

In Deutschland sind nur noch wenige Unternehmensgruppen in diesem Markt tätig – etwa die Drucksparte von Bertelsmann mit Prinovis, Burda Druck, die TSB Gruppe sowie die Firmengruppe Appl mit Print Forum und der Beteiligung an Rose Druck.

Auf europäischer Ebene hatten jüngst Bertelsmann mit dem Verkauf aller italienischen und spanischen Betriebe, die Insolvenz von Polestar in Großbritannien und der Eigentümerwechsel bei Circle Printers für Schlagzeilen gesorgt. Circle Printers betreibt Tiefdruckereien in Belgien und Finnland.

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