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Tarifkonflikt in der Druckindustrie beigelegt

Manteltarifvertrag bis 2005 verlängert

Bei den Tarifverhandlungen für die Druckindustrie hat es am späten Mittwochabend in der sechsten Runde nach zähen Verhandlungen eine Einigung gegeben. Die rund 212.000 Beschäftigen sollen ab 1. Juli 2003 um 1,5 Prozent und ab dem 1. Juni 2004 1,7 Prozent mehr Lohn erhalten. Der Tarifvertrag zur Altersteilzeit, der im Juni 2004 enden würde, wird um 3 Jahre verlängert. Der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) bewertet den Abschluss als insgesamt vertretbar. Verhandlungsführer Dr. Wolfgang Pütz: »Ausgehend von der schwierigen wirtschaftlichen Lage, in der sich die Druckindustrie befindet, hätten wir uns einen niedrigeren Abschluss gewünscht. Trotzdem wurden einige wichtige Komponenten realisiert.« Der zweijährige Abschluss gebe den Unternehmen die notwendige Planungssicherheit. Die im Verhältnis zu anderen Branchenabschlüssen relativ maßvollen Lohnsteigerungen entsprächen dem engen Spielraum, der in der Branche vorhanden sei. Im Gegenzug habe der Verband zugesichert, die Regelungen des Manteltarifvertrages über die gesamte Laufzeit fortwirken zu lassen. Der Abschluss könne somit für beide Seiten als gelungener Kompromiss angesehen werden, so Pütz weiter.
Vor Beginn der sechsten Gesprächsrunde hatten sowohl Pütz als auch ver.di-Verhandlungsführer Frank Werneke betont, dass es auf ihrer Seite nur noch einen geringen Bewegungsspielraum gebe. Der bvdm hatte zuletzt eine Anhebung der Löhne und Gehälter in diesem und im nächsten Jahr um je 1,4 Prozent angeboten. ver.di forderte dagegen eine Erhöhung um 1,9 und 2,1 Prozent.

Bundesverband Druck und Medien http://www.bvdm-online.de

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