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Tarifstreit im öffentlichen Dienst beigelegt

Streik abgewendet

Nach "außerordentlich schwierigen" Verhandlungen haben sich die Tarifparteien des öffentlichen Dienstes im letzten Anlauf geeinigt und einen drohenden Streik abgewendet. Arbeitgeber und Gewerkschaften verständigten sich in der Nacht zum Freitag in Potsdam darauf, die Löhne und Gehälter der drei Millionen Beschäftigten in drei Stufen anzuheben und alle Osteinkommen bis spätestens 2009 an Westniveau anzugleichen. Die Großen Tarifkommissionen der Gewerkschaften wollen noch am Freitag über die erzielte Einigung abstimmen.
Der Abschluss von Potsdam sieht vor, dass die Löhne und Gehälter für die unteren und mittleren Einkommensgruppen zum 1. Januar 2003 um 2,4 Prozent steigen. Für die oberen Tarifgruppen soll die Erhöhung zum 1. April folgen. Zum 1. Januar 2004 und zum 1. Mai 2004 sind dann weitere Erhöhungen um je ein Prozent vorgesehen. Für dieses Jahr wurde ferner eine Einmalzahlung von maximal 185 Euro vereinbart, für das folgende eine von 50 Euro.
Auch für die Angleichung der Osteinkommen an das Westniveau beschlossen die Tarifparteien zwei Fahrpläne. Die unteren Einkommen sollen im Osten bis 2007, die oberen Einkommen bis 2009 vollständig an die Einkommen des Westens angepasst werden. In einem ersten Schritt zur Angleichung erfolgt für alle Einkommensgruppen in diesem Jahr eine Anhebung um ein Prozent, ein weiterer Schritt kommt 2004 mit einer Erhöhung um 1,5 Prozent.

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