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Tarifverhandlungen in der Druckindustrie beginnen

Start am heutigen 16. Januar 2014 mit erster Verhandlungsrunde in Berlin
 

Frank Werneke, stellvertretender Verdi-Vorsitzender (li.) und der Verhandlungsführer des Bundesverbands Druck und Medien, Sönke Boyens.

Mit der Forderung, Löhne und Gehälter um 5,5 Prozent zu erhöhen, geht die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) in die bevorstehende Tarifrunde der Druckindustrie. Die Arbeitgeber lehnen angesichts der strukturellen Probleme der Branche diese Forderung von Verdi ab.  

"Die Beschäftigten in der Druckindustrie bringen volle Leistung. Sie müssen daher in dieser Tarifrunde endlich auch an der allgemeinen Lohnentwicklung teilhaben", unterstrich der stellvertretende Verdi-Vorsitzende Frank Werneke bei einer Sitzung der Tarifkommission Ende 2013 in Kassel. Und weiter: Die Preise für Lebensmittel, Wohnung und Verkehr stiegen für alle Beschäftigten in Deutschland gleichermaßen. Deshalb gebe es unter den Beschäftigten der Branche derzeit auch eine große Bereitschaft, für eine angemessene Lohnerhöhung zu kämpfen, betonte Werneke.

BVDM-Verhandlungsführer Sönke Boyens erklärt: „Verdis Forderung verkennt die aktuellen Herausforderungen vor der die Unternehmen stehen. Ich erhoffe mir Verhandlungen, die der gemeinsamen Aufgabe, die Zukunftsfähigkeit der Druckindustrie zu sichern, gerecht werden." 

Während andere Branchen die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise überwunden hätten und stabile Wachstumsraten verzeichneten, leide die Druckindustrie unter einem anhaltenden Umsatzrückgang. Seit 2008 beträgt dieser, laut einer Pressemeldung des BVDM, insgesamt 9,2 Prozent. Insolvenzen und Personalabbau seien die Folge. "Lohn- und Gehaltsforderungen, die sich angesichts dieser Lage an prosperierenden Wirtschaftszweigen orientierten, gefährden die Unternehmen der Druckindustrie – und damit Arbeitsplätze. Tarifverhandlungen für unsere Branche müssen sich an unserer Branche orientieren", so Boyens.

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