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Tarifverhandlungen nach drei Stunden vertagt

Verdi und BVDM treffen sich wieder am 11. Februar
 
BVDM-Kampagnenmotiv

Der BVDM argumentiert bei den laufenden Lohntarifverhandlungen unter anderem mit den rückläufigen Umsätzen der Branche.

Die erste Runde der Tarifverhandlungen für die knapp 150.000 Beschäftigten in der deutschen Druckindustrie, die am 16. Januar 2014 in Berlin stattfand, dauerte gerade einmal drei Stunden. Die Verhandlungsteams des Bundesverbands Druck und Medien (BVDM) sowie der Gewerkschaft Verdi vertagten sich danach auf den 11. Februar. Die Arbeitgeber sprachen von einer „konstruktiven Atmosphäre“.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) fordert eine Erhöhung der Löhne um 5,5 Prozent. Die Arbeitgeber haben bislang keinen konkreten Vorschlag publiziert.

Die Gewerkschaftsseite argumentiert mit  einem „Reallohnverlust der Beschäftigten“ seit dem letzten Tarifabschluss im Jahr 2011, der 3,6 Prozent betrage. Seit 2005 verzeichnet laut Verdi die Druckindustrie insgesamt die schlechteste Lohnentwicklung aller Tarifbereiche. „Wir wollen alles daran setzen, dass die Arbeitnehmer in der Druckindustrie nicht länger abgehängt werden von der allgemeinen Lohnentwicklung in Deutschland“, sagte der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft, Frank Werneke. Es gelte deshalb nun, „mit einer angemessenen Lohnerhöhung im Rahmen der allgemeinen Entwicklung in Deutschland dazu beizutragen, dass die Branche endlich ihr Verlierer- und Lohndrückerimage los wird“. Nur so könne sie auch bei jungen Leuten wieder attraktiv werden.

Die Arbeitgeber wiederum verwiesen in einer Präsentation auf die schwachen Strukturdaten der Druckindustrie. Tarifverhandlungen für die Branche müssten sich an der Branche orientieren, erklärte BVDM-Verhandlungsführer Sönke Boyens. „Angesichts der strukturellen Probleme unserer Branche stellen Forderungen, die sich an prosperierenden Industriezweigen orientieren, keine realistische Verhandlungsbasis dar.“ Während andere Branchen zum Teil zweistellige Wachstumsraten verzeichneten, kämpfe die Druckindustrie mit Umsatzeinbrüchen, Insolvenzen und Personalabbau. Angesichts dieser Situation würde ein Abschluss in Höhe der Gewerkschaftsforderung die Unternehmen der Druckindustrie über Gebühr belasten.

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Leserkommentare (1)

arbeitgeberfreundlicher Arbeitnehmer | Montag, 27. Januar 2014 10:26:01

Verdi?

Manchmal frage ich mich, ob Verdi sich überhaupt Branchenkenntnisse aneignet bevor sie solche Forderungen stellen. Ich habe mittlerweile 4 Insolvenzen miterlebt und bin froh, jetzt, eine feste und sichere Anstellung in meinem Wahlberuf zu haben. Ich habe das Gefühl dass Verdi mit solchen Forderungen lediglich versucht seine Existenzberechtigung aufrecht zu erhalten.

Also: daumen runter

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