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Thimm Gruppe legt knapp fünf Prozent beim Umsatz zu

Über 70 Millionen Euro Investitionen geplant
 
Mathias Schliep

Mathias Schliep, Vorsitzender der Geschäftsführung der Thimm Gruppe, sieht das Konzept der "selbständig am Markt agierenden Geschäftsbereiche" als Erfolgsfaktor für langfristiges Wachstum.

Mit einem Umsatzwachstum von 4,7 Prozent auf 558 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2015 ist die Thimm Gruppe (Northeim) weiter gewachsen. Das operative Ergebnis EBITDAR (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Restrukturierungskosten) lag mit 49,8 Mio. Euro (= 8,9 Prozent vom Umsatz) unter dem Wert des Vorjahres (10,4 Prozent). 31,6 Mio. Euro investierte Thimm in den weiteren Ausbau der Unternehmensgruppe.

Mathias Schliep, Vorsitzender der Geschäftsführung Thimm Gruppe, sieht das Konzept "der selbständig am Markt agierenden Geschäftsbereiche" als Erfolgsfaktor für langfristiges Wachstum. Haupttreiber des Umsatzwachstums im vergangenen Jahr war die Ausweitung des Geschäftes mit Schlüsselkunden im Bereich der Multimaterial- und Spezialverpackungen. Die internationalen Aktivitäten, insbesondere in Zentral- und Osteuropa, leisteten laut Schliep ebenfalls einen guten Beitrag zur Unternehmensentwicklung. Das operative Ergebnis liege unter den Erwartungen, vor dem Hintergrund der Markt- und Branchenentwicklung stelle es sich aber noch zufriedenstellend dar. Ziel sei es, die Marge nachhaltig im zweistelligen Bereich zu etablieren.

Wesentlichste Investitionsfelder 2015 waren die weitere Modernisierung der bestehenden europäischen Wellpappenwerke sowie der Grundstückserwerb und Baubeginn für das neue und deutlich größere Werk „Holledau“ in Bayern, mit dem Thimm Anfang 2017 die bisherige Wellpappenfabrik in Unterschleißheim ablösen will. Darüber hinaus investierte das Unternehmen in die Erweiterung der Produktionstechnik der Display-Sparte sowie in den Aufbau neuer Standorte im Segment der Multimaterial- und Spezialverpackungen in Germersheim und Puebla/ Mexiko.

Zum 31. Dezember 2015 waren 3.021 Mitarbeiter in der Thimm Gruppe beschäftigt. Das sind 6,9 % mehr als im Vorjahr. Neue Stellen sind überwiegend in Deutschland entstanden (+ 9,8 %). Diese verteilten sich auf verschiedene Standorte der Unternehmensgruppe. Haupttreiber des Wachstums war die Gründung des neuen Produktionswerkes in Germersheim (Rheinland-Pfalz). Im Rahmen des dualen Ausbildungssystems Deutschland hat das Unternehmen im vergangenen Jahr bundesweit 115 Auszubildende in acht Berufen und einem dualen Studiengang ausgebildet.

Für das laufende Jahr plant die Thimm Gruppe Investitionen von über 70 Mio. Euro. Ein Großteil dieser Summe wird in den Bau der neuen Wellpappenfabrik in Bayern fließen. Ziel dieser Investition ist es, den bayrischen Markt für Wellpappenverpackungen vollständig zu erschließen und die Produktion für den süddeutschen Raum und die angrenzenden Exportmärkte dort zu bündeln.
 

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