Weiterempfehlen Drucken

Tiefdruckkonzern Prinovis baut in Nürnberg Kapazität ab

140 von 800 Stellen sollen gestrichen werden
TR 12 B Überbau

Blick in die Tiefdruckproduktion bei Prinovis Nürnberg.

Der Tiefdruckkonzern Prinovis will an seinem Standort Nürnberg die Produktion neu strukturieren. Dabei sollen auch mehrere Maschinen stillgelegt werden und rund 140 der 800 Arbeitsplätze für Festangestellte wegfallen.

Ab Juli 2011 wird eine Maschine der 2-m-Klasse durch eine modernere 3,60-m-Maschine ersetzt, die Prinovis aus der Insolvenzmasse der zur Schlottgruppe gehörenden Tiefdruckerei Broschek übernommen hat. Bei gleicher Personalbesetzung erreiche diese Maschine eine deutlich höhere Produktivität, heißt es in einer Stellungnahme von Prinovis. Die Maschine werde im zweiten Quartal 2012 die Produktion aufnehmen. Die Gesamtinvestition hierfür liege bei rund 10 Mio. Euro.

Zudem wird Prinovis in Nürnberg drei weitere alte Maschinen der 2-m-Klasse abbauen, deren Betrieb unwirtschaftlich sei. Dadurch sinkt die Produktionskapazität am Standort um mehrere Zehntausend Tonnen pro Jahr. In der Weiterverarbeitung werden außerdem zwei alte, laut Prinovis unrentable Sammelhefter abgebaut.

Im Zuge dieser Restrukturierung sei „eine Anpassung der Personalkapazitäten unausweichlich“, heißt es von Prinovis. Insgesamt sei geplant, rund 140 Stellen abzubauen. Entsprechende Verhandlungen zwischen der Geschäftsführung am Standort und dem Betriebsrat sollen zeitnah aufgenommen werden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit dem Beitritt zum Betrieblichen Bündnis zu Beginn dieses Jahres eine Beschäftigungssicherung erworben haben, seien von betriebsbedingten Kündigungen ausgenommen. Anfang des Jahres hatten nur rund 600 der etwa 800-köpfigen Stammbelegschaft einem "betrieblichen Bündnis" zugestimmt, das von den Mitarbeitern finanzielle Zugeständnisse einforderte. Bei Prinovis Nürnberg sind laut einem Bericht der "Nürnberger Nachrichten" auch etwa 200 Leiharbeiter beschäftigt.

Daniel Welzer, Geschäftsführer des Prinovis-Betriebs Nürnberg: „Nach Abschluss der angekündigten Maßnahmen können wir im Tiefdruck weiterhin ein Vorzeigebetrieb in Europa bleiben und haben damit für sehr lange Zeit unsere Daseinsberechtigung – mit Sicherheit über das Jahr 2015 hinaus.“

Anzeige

Firmen-Suche

Leserkommentare

Noch keine Kommentare. Geben Sie den Ersten ab!

Markt & Management

Bertelsmann: wieder rückläufige Druckgeschäfte

Insgesamt aber Rekordwerte bei operativem Ergebnis und Konzernergebnis – Gesamtumsatz blieb stabil
Bertelsmann

Der Bertelsmann-Konzern (Gütersloh) erzielte im Geschäftsjahr 2016 mit 17,0 Mrd. Euro nur knapp den gleichen Umsatz wie im vergangenen Jahr (17,1 Mrd. Euro). Das Operating EBITDA stieg hingegen um 3,3 Prozent auf 2,57 Mrd. Euro (Vorjahr: 2,49 Mrd. Euro). Auch das Konzernergebnis konnte erneut verbessert werden und errreichte mit 1,14 Mrd. Euro den höchsten Wert seit 2006 (Vorjahr: 1,11 Mrd. Euro). Die Printaktivitäten der Gruppe sind aber weiter rückläufig.

» mehr

Druck&Medien Awards 2016: After-Show-Party

Jetzt NEU

Die print.de-Karte der wichtigen Branchenkontakte

Mehr Details zu den einzelnen Anbietern in Ihrer aktuellen Ausgabe des Deutschen Druckers unter Service/Das Branchenverzeichnis A-Z
mehr

Top-Themen

Geschäftsführer Christian Aumüller (Aumüller Druck) hinterfragt den ökologischen Sinn von Forstwirtschaftszertifikaten für Druckereien.

"Fürs FSC/PEFC-Zertifikat werden Druckereien ordentlich gegängelt!"

Am Rande eines Interviews mit „print.de“ über das Engagement der Industriedruckerei Aumüller Druck in Regensburg in Sachen betrieblicher Umweltschutz berichtete Geschäftsführer Christian Aumüller über seine jahrelangen Praxiserfahrungen mit der FSC/PEFC-Zertifizierung und hinterfragt deren Sinnhaftigkeit für die Druckindustrie.
mehr

Ganz so unbedeutend ist die Druckbranche gar nicht

Wenn das Geschäft einer Druckerei nicht mehr auskömmlich ist, hört man immer wieder dieselben Begründungen: „Das Internet macht uns das Leben schwer.“ Oder: „Wegen des ruinösen Preiskampfes haben wir keine Chance.“ Warum solche negativen Statements der Printbranche nicht gerecht werden und warum Zeitschriften als Premiumprodukte auch häufiger als alle zwei Monate erscheinen können, erläutert Bernhard Niemela, Geschäftsführer Deutscher Drucker.
mehr

Aktuell bei Top 10

Die 10 besten Schriften 2016

Das sind die 10 besten Schriften des Jahres 2016 – zumindest wenn es nach der britischen Type Foundry "HypeForType" geht. Das britische Versandhaus für Schriften hat die aus seiner Sicht besten Schriften des vergangenen Jahres gekürt.
mehr

Druck&Medien Awards 2016 – Get-together und Dinner

CGI – So sieht die Zukunft der Bildbearbeitung aus

Umfrage

Gibt es in Ihrem Unternehmen Sport- und Gesundheitsangebote für Mitarbeiter?

Jetzt abstimmen

Kommentare

Services

Bitte warten...