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Tiefdruckzylinder-Spezialist TZT stellt Insolvenzantrag

Auslandsgeschäft seit Herbst 2008 zusammengebrochen

Der Tiefdruckzylinder-Spezialist TZT im münsterländischen Ahaus-Ottenstein hat am 9. Juni 2009 Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Das Unternehmen beschäftigt 90 Mitarbeiter.
»Die Krise hat uns voll erwischt«, erklärte Geschäftsführer André Wilbring gegenüber der Münsterland-Zeitung. Man habe nun »frühzeitig die Notbremse gezogen« um keinen Scherbenhaufen zu hinterlassen. Rechtsanwalt Norbert Kruse (Emsdetten) wurde vom Amtsgericht Münster zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Gemeinsam mit Wilbring informierte Kruse die Belegschaft. Kruse lobte, wie er sagt, »die Umsicht der Unternehmerfamilie Wilbring«: Es seien noch keine Lohnforderungen offen geblieben. Die Grundlage, ein Konzept für eine Fortführung des Unternehmens aufzustellen, sei deshalb gut. Positiv sei auch, dass gute Stammkunden weiterhin an einer Zusammenarbeit mit TZT interessiert seien. »Wir werden sehen, ob wir das Unternehmen auf das Kerngeschäft konzentrieren können«, wird Kruse von der Lokalzeitung zitert. Auf Aussagen über Arbeitsplatzabbau wollte Kruse sich nicht einlassen.Trotz der Insolvenz werde das Unternehmen seinen Kunden in allen Bereichen uneingeschränkt zur Verfügung stehen.
TZT produziert Tiefdruckzylinder und technische Walzen vor allem für den Export nach Europa, Asien und Amerika. Im Tiefdruck deckt TZT eine große drucktechnische Bandbreite ab: vom Illustrationsdruck über Verpackungs-, Flexo- und Dekodruck bis hin zum Tapeten- und Textildruck.
Erst im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen drei Mio. Euro in Ahaus-Ottenstein investiert und damit die Produktionsfläche verdoppelt. Bis zu 70 Prozent der Umsätze wurden im Export getätigt. Seit letztem Herbst jedoch sei die Auslandsnachfrage zusammengebrochen.
Gegründet wurde das Unternehmen 1976 von Rudi Wilbring. Geschäftsführer sind jetzt dessen Frau Christa Wilbring und Sohn André Wilbring.

TZT Unternehmensgruppe http://www.tzt.de

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