Weiterempfehlen Drucken

Timsons Ltd. soll geschlossen werden

Englischer Hersteller von digitalen Bücherdruckmaschinen insolvent
 

Großformat-Inkjet-Digitaldruckmaschine Timson „T-Press“.

Nach einer Restrukturierung im Herbst vergangenen Jahres, im Zuge derer die Timsons Ltd. in zwei getrennte Unternehmen gesplittet worden war, hat der in Kettering (Northamptonshire/UK) ansässige Traditionsbetrieb nun Insolvenz angemeldet. Das berichtet der Northamptonshire Telegraph aktuell. Timsons hatte sich nach der Trennung vom konventionellen Offsetmaschinengeschäft auf den Bau von Großformat-Inkjetdruckanlagen konzentriert. Und gerade in letzterem Bereich sei die Firma nicht in der Lage gewesen, Aufträge zu akquirieren. Laut Pressebericht steht das Unternehmen vor der Schließung, 25 Mitarbeiter verlieren ihren Arbeitsplatz.

Noch auf der Drupa 2012 hatte Timsons zusammen mit Kolbus, Hersteller von Maschinen für die Druckweiterverarbeitung, eine Lösung zur Druckweiterverarbeitung von Digitaldrucken präsentiert. Unter dem Namen „Bookjet“ (zusammengesetzt aus „Book“ und „Inkjet“) wurde die Inline-Digital-Broschurenfertigung von der Rolle zum fertigen Buch vorgestellt. Gedruckt wurde auf einer Großformat-Inkjet-Digitaldruckmaschine Timson „T-Press“ (zur Erklärung: Das Unternehmen heißt Timsons, die Maschinen aber Timson). Das von Timsons hergestellte digitale Drucksystem für die Buchherstellung bedruckt die Papierbahn beidseitig und bedient sich der Kodak-Stream-Inkjet-Technologie 

Von der neuen Digitaldruck-Entwicklung hatte sich das 1896 gegründete englische Unternehmen Aufträge versprochen, die aber nach Angaben der Timsons-Geschäftsleitung ausgeblieben sind. Ein Sprecher des Herstellers gab in einer am 9. Januar publizierten Erklärung bekannt, dass nach einem „signifikanten Auftragseinbruch im Jahr 2014 eine Restrukturierung des Timsons-Maschinengeschäfts erfolgt ist. Ziel war es, den Bau konventioneller Offsetdruckmaschinen einzustellen und sich nur noch auf die Produktion von digitaler Drucktechnik zu konzentrieren.“ 

Dabei sei es in der Periode seit der Restrukturierung nicht möglich gewesen, weitere Aufträge für die Timsons-Digitaldruckanlagen zu akquirieren, wodurch sich die Verluste fortgesetzt hätten. Das habe zu der Entscheidung geführt, das Unternehmen zu schließen und 25 Mitarbeiter zu entlassen.

Anzeige

Firmen-Suche

Leserkommentare

Noch keine Kommentare. Geben Sie den Ersten ab!

Markt & Management

Mitsubishi Hitec Paper erhöht ab Januar 2018 Papierpreise

Preiserhöhung für Thermopapiere und SD-Papiere angekündigt

Die Mitsubishi Hitec Paper Europe GmbH, Hersteller gestrichener Spezialpapiere mit Sitz in Bielefeld und deutsche Tochter von Mitsubishi Paper Mills Ltd., Japan, erhöht mit Wirkung vom 1. Januar 2018 die Preise für die Thermopapiere der Sorte Thermoscript und die Selbstdurchschreibepapiere (SD) der Sorte Giroform. 

» mehr

print.de-News jetzt auch per Whatsapp

Die besten Events von print.de – Jetzt Tickets ordern!

Deutscher Druck- und Medientag 2017

Jetzt NEU

Die print.de-Karte der wichtigen Branchenkontakte

Mehr Details zu den einzelnen Anbietern in Ihrer aktuellen Ausgabe des Deutschen Druckers unter Service/Das Branchenverzeichnis A-Z
mehr

Top-Themen

Geschäftsführer Christian Aumüller (Aumüller Druck) hinterfragt den ökologischen Sinn von Forstwirtschaftszertifikaten für Druckereien.

"Fürs FSC/PEFC-Zertifikat werden Druckereien ordentlich gegängelt!"

Am Rande eines Interviews mit „print.de“ über das Engagement der Industriedruckerei Aumüller Druck in Regensburg in Sachen betrieblicher Umweltschutz berichtete Geschäftsführer Christian Aumüller über seine jahrelangen Praxiserfahrungen mit der FSC/PEFC-Zertifizierung und hinterfragt deren Sinnhaftigkeit für die Druckindustrie.
mehr

Ganz so unbedeutend ist die Druckbranche gar nicht

Wenn das Geschäft einer Druckerei nicht mehr auskömmlich ist, hört man immer wieder dieselben Begründungen: „Das Internet macht uns das Leben schwer.“ Oder: „Wegen des ruinösen Preiskampfes haben wir keine Chance.“ Warum solche negativen Statements der Printbranche nicht gerecht werden und warum Zeitschriften als Premiumprodukte auch häufiger als alle zwei Monate erscheinen können, erläutert Bernhard Niemela, Geschäftsführer Deutscher Drucker.
mehr

Aktuell bei Top 10

Die 10 besten Schriften 2016

Das sind die 10 besten Schriften des Jahres 2016 – zumindest wenn es nach der britischen Type Foundry "HypeForType" geht. Das britische Versandhaus für Schriften hat die aus seiner Sicht besten Schriften des vergangenen Jahres gekürt.
mehr

Ganz großes Kino für Print: Wie die Creatura-Initiative begeistert

CGI – So sieht die Zukunft der Bildbearbeitung aus

Umfrage

Rechnen Sie mit einem starken Jahresendgeschäft?

Jetzt abstimmen

Kommentare

Services

Bitte warten...