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Trendwende unter Druckern umstritten

Herbstumfrage von Apenberg + Partner

36 Prozent der deutschen Druckereien erwarten für das Jahr 2010 eine Ergebnisverschlechterung. Dagegen prognostizieren rund 28 % eine positive Trendwende. Dies ist eines der Ergebnisse der Herbstumfrage der Hamburger Beratungsfirma Apenberg + Partner unter Führungskräften aus Druckereien, Verlagen und der grafischen Zulieferindustrie. Von den 425 (Vorjahr: 350) Unternehmen aus der Branche kamen 223 aus dem Kreis der Druckindustrie.
Einen wichtigen Grund für die schwierige Marktkonstitution sehen die Teilnehmer im anhaltenden Preisdruck. 57 % erwarten für das nächste Jahr einen weiteren Rückgang. 57 % der Befragten (Vorjahr: 48 %) rechnen mit stabilen Lieferantenpreisen, 28% mit steigenden und lediglich jedes fünfte Unternehmen hofft auf Preissenkungen.
Ein wichtiger Wirtschaftsindikator einer Branche ist das Investitionsverhalten. 38 % (Vorjahr: 31%) wollen weniger investieren als dieses Jahr. Nur 17 % planen mehr zu investieren. Damit setzt sich die Investitionszurückhaltung der Druckindustrie auch 2010 fort.
Die Mitarbeiterzahlen in den Druckereien dürfte auch im kommenden Jahr rückläufig sein. 31 % der Befragten sehen sich gezwungen im kommenden Jahr Personal abzubauen – das sind 10 % mehr als im Vorjahr. Insbesondere im Rollenoffset (44 %), Zeitungsdruck (50 %) und im erstmalig befragten Verpackungsdruck (47 %) antizipiert fast jedes zweite Unternehmen Personalabbau. Lediglich 13 % der Firmen wollen 2010 mehr Personal einstellen als im Vorjahr.
120 Verlage aus Deutschland haben an der Herbstumfrage teilgenommen. Und sie fassen wieder Mut. Während im letzten Jahr noch 80 % eine negative Marktentwicklung vorhersagten, befürchten »nur noch« 38 % der Verlagsmanager eine schlechtere Marktentwicklung. Zu einer gewissen Entspannung trägt bei, dass jeder dritte Verlag (33 %) mit rückläufigen Lieferantenpreisen rechnet. Dadurch erwarten 36 % der Verlagsmanager eine Verbesserung ihrer Ergebnissituation. Anders bei den Buchverlagen: Diese kalkulieren zu 69 % eine weitere Verschlechterung ihrer Ergebnissituation ein. Unvermindert deutlich visieren die Verlage einen weiteren Personalabbau (41 %) an. Insbesondere Zeitungs- (64 %) und Fachzeitschriftenverlage (36 %) wollen im nächsten Jahr Stellen abbauen.
82 Unternehmen (Vorjahr: 63) der grafischen Zulieferindustrie in Deutschland beteiligten sich an der Herbstprognose. Die Stimmung der Zulieferer scheint sich zu verbessern. Sagten im letzten Jahr noch 78 % eine negative Marktentwicklung voraus, glauben für 2010 nur noch 20 % der befragten Manager an eine Verschlechterung ihrer Marktentwicklung.

Apenberg+Partner http://www.apenberg.de

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