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Tresu und Lohmann beschließen strategische Partnerschaft

Ziel ist die Verbesserung des Flexodruckverfahren bei unterschiedlichen Kombinationen von Klischee und Klebe­band
 

Dr. Norman Goldberg (links), Geschäftsführer der Lohmann GmbH & Co. KG und Søren Maarssø, Director Chief Operating Officer bei Tresu.

Tresu, dänischer Anbieter von Flexodruckmaschinen und Zubehörprodukten, und die Lohmann GmbH & Co. KG, Hersteller von kundenspezifischen Klebelösungen mit Sitz in Neuwied, haben eine strategische Partnerschaft geschlossen. Ein wichtiges Ziel dabei sei es, die Leistung von Klischee­-Klebebändern für unterschiedliche Situationen im Hochgeschwindigkeits-Flexodruck zu optimieren.

Im Rahmen der Partnerschaft wird Tresu für Lohmann ein eigens gefertigtes Flexodruckwerk bereitstellen, mit dem eine Reihe von Druckaufgaben im Mittelformat simuliert werden können. Im Gegenzug setzt Tresu Klischeeklebebänder von Lohmann bei Drucktests im Vorführzentrum ein. Das Druckwerk von Tresu soll im TEC-Center – einem Technologiezentrum, das Lohmann derzeit am Hauptsitz des Unternehmens in Neuwied baut – bei Schulungen und Probeläufen eingesetzt werden.

Beide Partner wollen durch das Überwachen der Druck­maschinen­leistung bei unterschiedlichen Kombinationen von Klischee und Klebe­band das Flexodruckverfahren verbessern. Die Zusammenarbeit sei außerdem darauf ausgerichtet, die Leistung von Klebebändern für neue Druckmaschinen mit hohen Geschwindigkeiten zu optimieren. Die Unter­nehmen werden im Rahmen ihrer Partnerschaft Verfahren zum Verringern der Vibration und Erhöhen der Stabilität testen, um durch hohe Rasterfeinheit Offset-Qualität zu erreichen. Möglich soll dies durch Neuerungen in der Druckform- und Belichtungstechnologie in Verbindung mit einer minimalen Tonwertzunahme sein.

Außerdem wollen die Partnerunternehmen Aspekte wie die Wärmebeständigkeit (wichtig beim Hochgeschwindigkeitsdruck von größeren Auflagen), das Rückstellverhalten sowie die Handhabbarkeit von Montage, Demontage und Druckbeistellung ohne Qualitätseinbußen untersuchen. Tresu und Lohmann werden zudem prüfen, wie die Tonwertzunahme minimiert werden kann und wie über längere Zeiträume hinweg eine reibungslose Produktion mit hoher Geschwindigkeit zu erreichen ist.

Aus Lohmanns Marktsegment  Graphics werden einseitig und beidseitig beschichtete Klebebänder für die Montage von Klischees zur Verfügung gestellt. Diese Klebebänder können unter anderem für verschiedene Verpackungsmaterialien verwendet werden. Die von Lohmann angebotene Lösung für den flexiblen Verpackungsdruck und Kartonagendruck, die Klebebänder-Produktreihe Duploflex ist in unterschiedlichen Schaumhärten erhältlich. Durch den geschlossen­zelligen Aufbau des Schaums werde die ursprüngliche Form leicht wieder erreicht; zudem sei eine stabile Kompressibilität gegeben.

„Dank der Weiterentwicklungen bei Druckformmaterialien und Belichtungssystemen können nun Punkte erzeugt werden, mit denen einheitlichere feinere Linien, Kontraste und Raster entstehen“, erläutert Søren Maarssø, Chief Operating Officer bei Tresu. „Der Schlüssel zur Leistungsverbesserung liegt beim Flexodruck also in der Produktionsphase. Durch die Installation des Tresu-Druckwerks im neuen Lohmann-Forschungszentrum und die Zusammenarbeit zwischen den beiden Unter­nehmen erhalten wir die Möglichkeit, Verfahren zum Optimieren der Klebeband­materialqualität und der Druckmaschinenleistung zu untersuchen. So lässt sich das Qualitätspotenzial des Flexoverfahrens voll ausschöpfen.“ „Die Partnerschaft zwischen Tresu und Lohmann ist eine folgerichtige Reaktion auf die immer höher werdenden Ansprüche im Flexodruck“, ergänzt Lohmann-Geschäfts­führer Dr. Norman Goldberg.

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