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Trotz allgemeinem Wirtschaftshoch schlechte Geschäftslage bei Druckern

Konjunktur-Telegramm November 2006: Das Münchner Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung ermittelt monatlich durch eine repräsentative Umfrage bei etwa 300 Betrieben in ganz Deutschland die konjunkturelle Situation der Druckindustrie. Die Daten gibt der Bundesverband Druck und Medien (BVDM) in Wiesbaden in seinem Konjunktur-Telegramm, dieses Mal für November 2006, bekannt.
Beurteilung der Geschäftslage: Die Geschäftslage hat sich wieder verschlechtert, ist aber weiterhin besser als vor Jahresfrist. 22 % der Betriebe halten ihre geschäftliche Situation für gut, 65 % für befriedigend und 13 % für schlecht.
Produktionsentwicklung: Der Produktionsanstieg hält an, ist aber schwächer ausgeprägt als in den beiden Monaten zuvor. 31 % berichten über eine gestiegene, 14 % über eine gesunkene Produktionstätigkeit gegenüber dem Vormonat.
Nachfrageverlauf: Die Nachfragesituation hat sich ebenfalls weiter gebessert. Die Auftragsbestände stabilisieren sich auf dem Niveau des Vormonats, unterschreiten allerdings ihr Normalmaß häufiger als in den beiden Monaten zuvor: 28 % halten ihre Reserven für zu klein, 12 % berichten über verhältnismäßig große Auftragsbestände.
Preissituation: Der Preisrückgang setzt sich fort. 12 % registrieren Preissenkungen gegenüber dem Vormonat. Höhere Preise können nur 2 % der Unternehmen durchsetzen.
Pläne und Erwartungen: Der weiteren konjunkturellen Entwicklung blicken die Unternehmen skeptischer als in den Vormonaten entgegen. Die Produktionstätigkeit wird in den nächsten drei Monaten leicht sinken. 18 % erwarten negative konjunkturelle Einflüsse, 16 % rechnen eher mit positiven Impulsen auf ihre Produktionsbedingungen. Die Preise werden weiter sinken. 18 % gehen von niedrigeren Preisen in den nächsten drei Monaten aus, 5 % rechnen mit Preissteigerungen. Die Geschäftsaussichten haben sich weiter eingetrübt. 22 % rechnen eher mit einer Verschlechterung ihrer Geschäftslage in den kommenden sechs Monaten, 13 % erwarten eher Besserungen. Der Geschäftsklima-Index sinkt von +9 (Oktober) auf 0.

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