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UPM: Kapazitätsreduzierung bei grafischen Papieren geplant

Dauerhafte Reduzierung um 305.000 Tonnen in Europa, 275 Arbeitsplätze in Gefahr
 

UPM schließt für seine geplanten Kapazitätsreduzierungen von 305.000 Tonnen grafischer Papiere je eine Papiermaschine in Österreich und in Deutschland.

Nachdem der finnische Papierhersteller UPM Paper ENA (Europa und Nordamerika) bereits im Juli dieses Jahres das gesamte Werk am Standort Schwedt/Oder an den Papierhersteller Leipa Georg Leinfelder GmbH verkauft hat (print.de berichtete), ist nun ein weiterer Schritt zur Kosteneinsparung geplant: die dauerhate Kapazitätsreduzierung bei grafischen Papieren in Europa um insgesamt 305.000 Tonnen.

Zur Umsetzung der Kapazitätsreduzierung hat der Papierhersteller UPM die dauerhafte Schließung von zwei Papiermaschinen vorgesehen. Betroffen sind die SC-Papiermaschine 3 im UPM-Werk Steyrermühl in Österreich sowie die SC-Papiermaschine 2 am UPM-Standort Augsburg in Deutschland.  

Laut Information des Unternehmens soll der Plan Auswirkungen auf 150 Mitarbeiter am Standort Augsburg sowie auf 125 Mitarbeiter am Standort Steyrermühl haben. Die Mitarbeiterverhandlungen und Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern in beiden Werken sollen laut UPM im November gemäß den nationalen Gesetzgebungen der jeweiligen Länder aufgenommen werden. Nach Abschluss der Mitarbeiterverhandlungen sei es geplant, die Papiermaschinen zu schließen. In beiden Werken soll laut UPM die Papierproduktion auf den noch verbleibenden und wettbewerbsfähigen Maschinen fortgesetzt werden.
 
Die Umsetzung der geplanten Schließungsmaßnahmen soll laut UPM jährliche Kosteneinsparungen von ca. 30 Mio. Euro zur Folge haben. UPM beabsichtigt diesbezüglich Rückstellungen in Höhe von etwa 75 Mio. Euro als Sondereffekte im 4. Quartal 2016 buchen, um die Vergleichbarkeit des Quartalsergebnisses zu gewährleisten, von denen etwa 45 Mio. Euro Cash-Kosten wären.
 
"Wie in den anderen Bereichen der grafischen Papierherstellung ist während der letzten Jahre auch die Nachfrage nach SC Papieren zurückgegangen. Es wird erwartet, dass sich dieser Rückgang fortsetzen wird. Trotz des schwierigen Marktumfeldes haben unsere Mitarbeiter stets großen Einsatz gezeigt und wir bedauern die Auswirkungen der geplanten Schließungen auf unser Personal. Wir sind jedoch gezwungen, unsere Geschäftstätigkeiten an die veränderten Marktbedingungen anzupassen", sagt Winfried Schaur, Executive Vice President, UPM Paper ENA.

Anu Ahola, Senior Vice President, News & Retail, UPM Paper ENA, ergänzt: "Aufgrund der unvorteilhaften Marktentwicklung haben wir eine gewissenhafte Analyse unserer Anlagen im Bereich der graphischen Papierherstellung in Bezug auf deren Wettbewerbsfähigkeit hinsichtlich Kosten durchgeführt. Wegen ihrer Dimension, ihres technischen Alters und des geringen Einsparpotentials sind die PM 3 in Steyrermühl und die PM 2 in Augsburg die am wenigsten wettbewerbsfähigen SC Papiermaschinen innerhalb von UPM. Mit den geplanten Maßnahmen sichern wir eine effiziente Verwendung unserer verbleibenden fünf SC-Papiermaschinen ab".

Hintergrund

Die Papierfabrik UPM Augsburg produziert gestrichene (LWC) und ungestrichene Magazinpapiere (SC). Die jährliche Produktionskapazität liegt hier bei 498.000 Tonnen. Das Werk beschäftigt insgesamt etwa 440 Mitarbeiter.

Die UPM-Papierfabrik Steyrermühl produziert Zeitungsdruckpapiere und ungestrichene Magazinpapiere (SC). Die jährliche Produktionskapazität beträgt 485.000 Tonnen. Das Werk in Oberösterreich beschäftigt insgesamt etwa 400 Mitarbeiter.

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