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UPM: Starke Erholung im Jahr 2010

Geschäftsbereich Paper aber schwach

Jussi Pesonen, President & CEO von UPM, zieht für das Geschäftsjahr 2010 eine insgesamt positive Bilanz.

Der finnische Forst- und Papierkonzern kann für das Jahr 2010 eine starke Erholung verzeichnen. Besonders erfolgreich war das Unternehmen in den Geschäftsbereichen Pulp, Energy und Label – im Bereich Paper hingegen musste UPM Verluste verzeichnen. Laut einer Mitteilung von UPM müsse für 2011 mit einer Erhöhung der Verkaufspreise für Produkte von UPM, insbesondere im Geschäftsbereich Paper, gerechnet werden.

Von Oktober bis Dezember 2010 belief sich das Betriebsergebnis ohne Sondereffekte auf 212 Mio. Euro. Im Vorjahreszeitraum lag das Ergebnis bei 186 Mio. Euro. Aufgrund von Verkaufspreisen und Verkaufsmengen, so UPM, konnte das Unternehmen ein kontinuierliches Umsatzwachstum und damit das beste Quartal 2010 verzeichnen. Im gesamten Jahr 2010 konnte UPM ein Betriebsergebnis ohne Sondereffekte von 731 Mio. Euro verzeichnen. 2009 waren es noch 270 Mio. Euro. Die Umsatzerlöse stiegen um 16 Prozent, die Nettoverbindlichkeiten sanken um 444 Mio. Euro.

Jussi Pesonen, President & CEO von UPM, kommentierte das Finanzergebnis 2010: „Das Jahr 2010 war geprägt von einer Erholung der Nachfrage und einer weltweiten Preisinflation bei Rohstoffen. Dank höherer Produktionsmengen konnten wir unsere rechtzeitig in Angriff genommenen Effizienzverbesserungen voll nutzen und unsere Profitabilität auf Vorrezessionsniveau zurückbringen. Unsere Profitabilität im letzten Quartal wurde durch überdurchschnittlich hohe Instandhaltungs- und sonstige Kosten belastet. Dennoch konnte der beste Cashflow des Jahres erreicht werden."

Die Geschäftsbereiche Pulp, Energy und Label im seien im Jahr 2010 beonders stark gewesen, wohingegen die Profitabilität des Bereichs Paper schwach gewesen sei. Pesonen argumentierte, dass der Geschäftsbereich trotz steigender Papierauslieferungen aufgrund höherer Faserkosten einen operativen Verlust gemacht hätte. Eine Konsolidierung der europäischen Papierindustrie sei daher notwendig, um die Kostenstruktur zu verbessern. Aus diesem Grund sei auch Akquisition von Myllykoski eine wichtige strategische Chance für UPM.

Für das Jahr 2011 gab Pesonen einen positive Prognose ab. So seien eine stabile Nachfrage und moderate Kosteninflation eine gute Grundlage für weitere Ergebnisverbesserungen. Und auch die Entwicklung des Geschäftsbereichs Paper für 2011 sieht Pesonen positiv. Die zu Jahresbeginn erzielten Preissteigerungen unterstützten die Margenerholung und das Auffangen der Kostenentwicklung des letzten Jahres. Zudem wird laut UPM davon ausgegangen, dass die Verkaufspreise für Produkte steigen, insbesondere im Geschäftsbereich Paper. Hier müsse zu Beginn des Jahres mit einer Steigerung des Durchschnittspreises um ca. 6 Prozent im Vergleich zum vierten Quartal 2010 gerechnet werden. Von Unternehmensseite wird erwartet, dass sich das Betriebsergebnis (ohne Sondereffekte) für das Jahr 2011 gegenüber dem Vorjahr verbessert. Für die erste Jahreshälfte 2011 werde von einem deutlich höheren Betriebsergebnis (ohne Sondereffekte) im Vergleich zur ersten Jahreshälfte 2010 ausgegangen. Die Investitionen für 2011 (mit Ausnahme von Akquisitionen) würden sich voraussichtlich auf 300 Mio. Euro belaufen.

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