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UPM schließt Papierfabrik Docelles in Frankreich endgültig

Feinpapierkapazität reduziert sich um 160.000 Tonnen
 

Ein Käufer ließ sich nicht finden: Jetzt schließt die finnische Muttergesellschaft UPM ihre französische Papierfabrik Docelles.

Der finnische Papierhersteller UPM wird sein Werk Docelles in Frankreich dauerhaft schließen. Dies gab der Konzern heute bekannt. Die Produktion wird Ende des Monats eingestellt.

Bereits vor einem Jahr hatte UPM bekannt gegeben, Docelles verkaufen oder stilllegen zu wollen. Dieser Plan gehörte zu einem größeren Maßnahmenpaket, mit dem der Konzern seine Kapazität bei grafischen Papieren sowie die angeschlossenen Geschäftstätigkeiten an die sinkende Papiernachfrage in Europa anzupassen wollte. Demnach sollte UPMs Gesamtkapazität bei grafischen Papieren um 850.000 Tonnen sinken. Mit der Schließung von Docelles reduziert sich die Feinpapierkapazität des Herstellers um insgesamt 160.000 Tonnen. 

UPM habe intensiv nach einem Käufer gesucht, der dem Werk eine zukunftsfähige Lösung hätte bieten können, erklärte Petteri Kalela, Senior Vice President, UPM Paper ENA. Allerdings habe es kein verbindliches und  glaubwürdiges Angebot für die Papierfabrik gegeben. UPM stehe einem Verkauf der Docelles-Anlagen und -Liegenschaften jedoch nach wie vor offen gegenüber.

Die Mitarbeiterverhandlungen sind seit dem 13. Dezember 2013 abgeschlossen und der Sozialplan wurde am 13. Januar 2014 von den französischen Behörden genehmigt. UPM will nach eigenen Angaben seine Mitarbeiter unterstützen, um die Auswirkungen der Personalkürzungen, die aufgrund der Werksschließung erfolgen, auf verantwortliche Weise auszugleichen. Die Papierfabrik Docelles beschäftigt 161 Mitarbeiter. UPM hat aufgrund der Werksrestrukturierung im 4. Quartal 2013 Aufwendungen in Höhe von 25 Mio. Euro als Sondereffekte gebucht.

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