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US-Armee steckt 3D-Druckereien in Container

2,8 Millionen US-Dollar kostet so eine Werkstatt
 

Ein Techniker der US-Armee in der 3D-Druckerei im Container (Bild: Steve Rochette/US Army).

Die US-Armee hat mobile 3D-Druckwerkstätten eingerichtet, die nach Afghanistan geschickt werden. Wie Golem, ein Online-Nachrichtenportal für die Informationstechnologie- und Telekommunikationsbranche berichtete, ist die Idee dahinter, dass Soldaten Ausrüstungsgegenstände, die sie brauchen, schnell und unmittelbar vor Ort in Afghanistan anfertigen lassen können.

Bislang mussten sie dafür einen Antrag stellen, der an die entsprechende Stelle bei der Armee ging. Dort wurde das Teil dann angeschafft oder angefertigt. Das solle sich nun ändern: In den mobilen 3D-Druckwerkstätten könnten die Soldaten Ausrüstungsgegenstände, die sie brauchen, direkt anfertigen lassen.

Eine solche 3D-Druckerei, auch "Expeditionary Lab" genannt, verfüge über aktuelle Rapid-Prototyping- und Rapid-Manufacturing-Technik: Dazu gehören laut Golem ein 3D-Drucker, der Gegenstände aus Kunststoff aufbaut, und eine CNC-Maschine, mit der Teile aus Metall gefertigt werden können. Außerdem verfügt sie über herkömmliche Werkzeuge wie Plasmaschneider, Schweißgeräte, Bohrer und verschiedene Sägen.

Damit die Werkstatt mobil ist, wird sie nach Angaben von Golem in einen 20-Fuß-Container gepackt. Der erhalte zudem noch eine Satellitenkommunikationsanlage, einen eigenen Generator sowie ein System zum Kühlen oder Heizen. Diese Werkstatt könne vor Ort per Lkw oder Transporthubschrauber zu einem beliebigen Einsatzort an der Front gebracht werden. Zu einem mobilen Labor gehören zwei Techniker als Besatzung, die alle vier Monate abgelöst werden.

Die sollen allerdings weniger neue Ausrüstung entwickeln, sondern vielmehr vorhandene verbessern oder so verändern, dass sie anderweitig einsetzbar ist. Die US-Armee unterhalte schon seit einigen Jahren "Rapid-Manufacturing"-Einrichtungen in Bagram und Kandahar. 2,8 Millionen US-Dollar koste so eine Werkstatt im Container. Drei Stück habe das US-Unternehmen Exponent für die US-Armee einrichten lassen. Die erste sei im Süden Afghanistans im Einsatz, die zweite soll im Herbst im Osten des Landes eintreffen. Die Dritte würde in den USA verbleiben.
Die mobilen 3D-Druckereien seien dabei laut Golem nicht nur für den Kriegseinsatz geeignet, sie könnten sich auch bei Katastrophen wie nach dem Wirbelsturm Katrina im Jahr 2005 oder nach dem Tsunami in Japan im vergangenen Jahr als nützlich erweisen.

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