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Ulmer Druckerei stoppt Koran-Verteilung

Salafisten wollten für ihre Organisation werben

Salafisten wollten rund 25 Mio.-Koran-Exemplare kostenlos verteilen. Mit dieser Aktion wollten sie für ihre Organisation werben.

Die Druckerei Ebner & Spiegel mit Sitz in Ulm stoppt laut einem Zeitungsbericht der Welt Online die Lieferung der bundesweit von Salafisten verteilten Gratis-Korane. Die Salafisten sind eine Strömung innerhalb des Islams, die von Experten als islamistisch eingestuft wird.

"Wir werden die Auslieferung stoppen und juristisch prüfen, welche Folgen sich daraus ergeben", sagte ein Sprecher des deutschen Mutterunternehmens CPI der Ulmer Druckerei Ebner & Spiegel gegenüber der "Welt".

Seit Oktober hat die Druckerei im Auftrag einer Organisation namens "Die wahre Religion" mehr als 300.000 Korane ausgeliefert. Die Bücher beinhalten eine kommentarlose deutsche Übersetzung des Korans. Das Mutterunternehmen habe erst aus den Medien von der Aktion „Lies!“ erfahren, sagte der Sprecher. „Wir drucken nichts, was extrem im Sinne von islamistisch ist“, sagte der Sprecher der Druckerei im Berliner Kurier.

Wie die Südwest Presse berichtet, wollen Salafisten rund 25 Mio. Koran-Exemplare bundesweit kostenlos in Fußgängerzonen verteilen. Damit stoßen sie auf scharfe Kritik: Unions-Fraktionsvize Günter Krings (CDU) sagte der "Rheinischen Post": "Wo immer dies möglich ist, muss diese aggressive Aktion gestoppt werden." Auch Politiker von Grünen und SPD wandten sich gegen die Aktion. Der NRW-Verfassungsschutz beobachte ebenfalls die Vorgänge.

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Leserkommentare (2)

Peter | Montag, 16. April 2012 16:56:01

Koran

Wenn es wirklich nur eine unkommentierte deutsche Übersetzung des Koran ist, was soll daran extremistisch sein? Es würde sich ja auch niemand aufregen, wenn 25 Mio. Bibeln verteilt werden würden.

Tim | Donnerstag, 12. April 2012 13:46:01

Koran

Richtig so, niemand sollte mit Extremisten, egal welcher Sorte, zusammenarbeiten.

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