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Umsatz gegenüber Vorjahr verbessert

Halbjahresbericht der Koenig & Bauer-Gruppe

Umsatztreiber im Segment Bogenoffsetmaschinen sind die mittel- und großformatigen KBA Rapidas für den Wachstumsmarkt Verpackungsdruck.

Der Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer AG (KBA) hat im ersten Halbjahr 2011 einen Konzernumsatz von 509,7 Mio. Euro erwirtschaftet. Damit liegt das Ergebnis 7,7 Prozent über dem Vorjahreswert. Einer Mitteilung des Unternehmens zufolge verbesserte sich auch das Bestellvolumen von 679,3 Mio. Euro im Vorjahr auf 682,9 Mio. Euro. Der Auftragsbestand Ende Juni übertraf mit 614,0 Mio. Euro den Vorjahreswert um 13,5 %. Damit liegt KBA nach eigener Aussage "über dem Branchentrend".

29,6 % Umsatzplus bei Bogenmaschinen

 Die Bestellungen im Geschäftsbereich Bogenoffsetmaschinen lagen von April bis Juni 2011 mit 168,6 Mio. Euro über den drei vorangegangenen Quartalen. Über die gesamte Berichtsperiode wurden Aufträge für 310,1 Mio. Euro gebucht, das sind 2,1 % mehr als im Vorjahr. Im Segment Rollen- und Sondermaschinen erreichten die Neuaufträge mit 372,8 Mio. Euro nicht ganz den Vorjahreswert von 375,7 Mio.Euro. Laut KBA kamen einige größere Geschäfte mit Zeitungs-, Akzidenzdruckern und Kunden für Sondermaschinen erst nach Quartalsende zum Tragen. Der Umsatz im Bogensegment legte gegenüber 2010 um 29,6 % auf 258,2 Mio. Euro zu. Dagegen unterschritten die Erlöse bei den Rollen- und Sondermaschinen mit 251,5 Mio. Euro den Vorjahreswert um 8,2 %. Der mehrwöchige Streik am Standort Frankenthal hat nach Unternehmensangaben zu Lieferverzögerungen geführt. Zum Halbjahresende konnte der Druckmaschinenhersteller bei Bogenoffsetmaschinen 9,2 % und bei Rotationsanlagen und Sondermaschinen 15,9 % mehr Aufträge verbuchen.

Wieder mehr Geschäft im europäischen Ausland

Laut König & Bauer reduzierte sich 2010 die Exportquote auf 85,3% bei einem um rund 15 % höheren Inlandsumsatz. Im laufenden Geschäftsjahr gingen 37,1 % der Lieferungen ins europäische Ausland (2010: 29,5 %). Nach eigenen Angaben lagen diese, trotz der Steigerung angesichts der anhaltenden Wirtschaftsprobleme in Südeuropa, UK und anderen Ländern, weiter unter dem langjährigen Mittel. Der Umsatzanteil der Region Asien/Pazifik legte, getrieben durch China, von 27,0 % auf 28,4 % zu. Dagegen sank die Quote Nordamerikas "durch die Investitionszurückhaltung" bei Rollenrotationen auf 8,3 % (2010: 11,6 %). Auf Lateinamerika und Afrika entfielen 11,5 % des Konzernumsatzes.

Mitarbeiterzahl sinkt

Zum 30. Juni 2011 beschäftigte die KBA-Gruppe 6.371 Mitarbeiter, 74 weniger als im Vorjahr. An den Rollenstandorten Frankenthal, Trennfeld und Würzburg hat man sich mit der IG Metall und den Arbeitnehmervertretern auf den Abbau von 500 Arbeitsplätzen geeinigt. Mittelfristig soll die Beschäftigtenzahl im Konzern unter 6.000 sinken.

Prognose für 2011 bestätigt

 Der Vorstand von KBA hält "trotz des instabiler gewordenen wirtschaftlichen Umfeldes" an seinen Zielen für 2011 fest. Diese beinhalten laut Unternehmensangaben ein einstelliges Umsatzwachstum und eine moderate Verbesserung des schon in 2009 und 2010 positiven Konzernergebnisses vor Steuern. Bei seiner Prognose setzt das Management allerdings voraus, dass sich aufgrund der "aktuellen Turbulenzen an den Finanzmärkten die Lage der Weltwirtschaft und das Investitionsverhalten der Druckbranche nicht über das Bekannte hinaus verschlechtern".

In der Mitteilung heißt es weiter, dass sich KBA durch zwei Gesellschaftsausgründungen externe Auftraggeber und Investoren für die Kapazitäten im Werk Frankenthal suchen und neben der neuen Digitaldrucksparte einige Verantwortungsbereiche für Bogenoffset- und Sondermaschinen von der österreichischen KBA-Mödling AG ins Stammwerk Würzburg verlagern will.

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