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Umschuldung rettet britischen Druckkonzern Polestar vor der Pleite

Ist jetzt der Weg für Übernahme durch Quebecor frei?

Der britische Polestar-Konzern ist durch eine Umschuldungsaktion der Pleite knapp entgangen. Mit 4 800 Mitarbeitern und Produktionsstandorten in Großbritannien, Spanien und Ungarn zählt Polestar zu den größten Druckunternehmen weltweit.
Ein Konsortium von Gläubigerbanken zu dem auch die Deutsche Dank gehört verzichtet auf zwei Drittel seiner Kredite in Höhe von 200 Mio. Pfund (rund 296 Mio. Euro), die in 100 Prozent des Aktienkapitals einer neuen Holding umgewandelt werden.
Der bisherige Haupteigentümer von Polestar, das Private-Equity-Unternehmen Investcorp mit Sitz in Bahrein verliert sein komplettes Investment in Höhe von umgerechnet 370 Mio. Euro, weitere beteiligte Firmen büßen zusammen 519 Mio. Euro ein.
Für den ehemaligen Bertelsmann-Chef Thomas Middelhoff, der Investcorp als Chairman bei Polestar vertreten hat, ist dies ein Debakel. Middelhoff ist deshalb auch bereits von diesem Posten zurückgetreten, den er trotz seiner zwischenzeitlichen Tätigkeit als Vorstandsvorsitzender von Karstadt-Quelle noch inne hatte.
Die Umschuldung soll einem Berichts des Handelblatts zu Folge auch den Weg für eine Fusion mit dem kanadischen Druckkonzern Quebecor ebnen. Über das Zusammengehen der beiden Großdruckereien war bereits 2004 spekuliert worden.
Investcorp hatte 1998 die Druckereien British Printing und Watmoughs übernommen und daraus Polestar geformt. Schon damals seien zu hohe Schulden auf das Unternehmen geladen worden, sagte Middelhoff dem Handelsblatt.
Dessen früherer Arbeitgeber Bertelsmann hat dieses Jahr seine neue Tiefdruckerei in Liverpool eröffnet und damit Polestar – dem bisher einzigen Tiefdruckunternehmen in Großbritannien – heftig Konkurrenz gemacht.

Polestar Group plc http://www.polestar-group.com

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