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Wahl, Werbung, Wachstum – Was hilft Print?

Unternehmerforum der deutschen Druck- und Medienindustrie fand in Berlin statt
 
Unternehmerforum des BVDM in Berlin

Nahmen am Unternehmerforum in Berlin teil (v.l.n.r.): BVDM-Präsident Rolf Schwarz, Joachim Poß (SPD), Dr. Hermann Solms (FDP), Kerstin Andreae (Bündnis 90/Die Grünen), Dr. Michael Meister (CDU), Dr. Karen Horn (Wert der Freiheit gGmbH) und Dr. Paul Albert Deimel, Hauptgeschäftsführer des BVDM.

"Wahl, Werbung, Wachstum – Was hilft Print?" war das Motto des Unternehmerforums der Deutschen Druck- und Medienindustrie, das am 24. April in Berlin stattfand. In einer finanzpolitischen Diskussion betonten Abgeordnete der Bundestagsfraktionen die herausragende Bedeutung des Mittelstandes für die deutsche Wirtschaft. Unterschiedliche Ansichten vertraten sie jedoch in Bezug auf die zukünftige Gestaltung der Steuerpolitik.

Der Vorsitzende des Arbeitskreises Wirtschaft und Finanzen der FDP, Dr. Hermann Otto Solms, lehnte jegliche Mehrbelastung der deutschen Wirtschaft ab. Er plädierte stattdessen für eine Überprüfung der Staatsausgaben auf Einsparmöglichkeiten. Auch der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU-Bundestagsfraktion, Dr. Michael Meister, betonte, dass eine Erhöhung von Abgaben und Steuern für Unternehmen die Wirtschaft schwächen würde.

Joachim Poß, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD im Bundestag, plädierte hingegen für ein gesamtheitliches Steuerkonzept, dass von einem Leitbild sozialer Gerechtigkeit geleitet werde. Dies schließe eine Vermögenssteuer, wie sie derzeit diskutiert wird, ein. Dabei solle, wenn rechtlich zulässig, Betriebsvermögen privilegiert und keine Substanz besteuert werden. Die bündnisgrüne Finanzexpertin Kerstin Andreae betonte, dass sie eine Substanzbesteuerung nach der Wahl ausschließe. Dr. Karen Horn, Geschäftsführerin des Instituts "Wert der Freiheit",  bezeichnete die Grenze der Belastbarkeit der Unternehmen bereits als erreicht. Sie forderte eine Stärkung der Wachstumskräfte. Eine Anhebung von Steuern und Abgaben stünde dem entgegen.

Der Präsident des Bundesverbandes Druck und Medien, Rolf Schwarz, schloss sich dieser Sichtweise an und betonte: „Die konjunkturelle Lage sollte für die Politik Mahnung sein, keine neuen Belastungen für Betriebe und Arbeitnehmer zu schaffen. Massive Steuer- und Beitragserhöhungen, wie SPD und Grüne sie vorschlagen, wären aus Sicht der Unternehmer Gift für die Konjunktur.“

Zukunft durch Wandel

"Die Zukunft wird gedruckt" lautet die aktuelle Kampagne der Verbände Druck und Medien. Torsten Bardohn, Büro Bardohn, zeigte im zweiten Teil des Unternehmerforums Fakten und Argumente für die Vorzüge von Druckerzeugnissen auf. Bardohn: „Print ist innovativ und nachhaltig, Print spricht alle fünf Sinne an, ist glaubwürdig und erreicht die Menschen, Print wird geschätzt und ist nach wie vor außerordentlich wirkungsvoll.“

Im Anschluss an seinen Vortrag diskutierte er gemeinsam mit Hans Langguth, Geschäftsführer der Agentur „Zum goldenen Hirschen“ und Vinzenz Schmidt, Geschäftsführer von Wirtz Druck, über die Perspektiven für die Druckbranche. Deutlich wurde, dass sich der Printmarkt weiterhin stark verändern wird.  Dabei herrschte unter den Diskutanten Einigkeit darüber, dass Erfolgschancen in Spezialisierung und Individualisierung liegen.

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