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VDZ: Ernüchterte Stimmung auf deutschem Zeitschriftenmarkt

Nur Lifestyle- und Frauenzeitschriften steigern Umsätze deutlich

Die Werbeflaute lässt die Zeitschriftenverleger nüchtern in die Zukunft schauen. Nach dem Boomjahr 2000 gingen die Bruttowerbeeinnahmen der Publikumszeitschriften in den ersten neun Monaten dieses Jahres um 5,4 Prozent zurück, wie der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) am Mittwoch in Berlin bilanzierte. Die Einnahmen beliefen sich auf insgesamt 5,7 Milliarden DM. Für das kommende Jahr sehe der Verband keine spürbare Trendwende und rechne mit einem Nullwachstum, kommentierte der Vorsitzende der Publikumszeitschriften im VDZ und Geschäftsführer des Spiegel-Verlags, Karl Dietrich Senkel. Dennoch konnten laut VDZ einige Zeitschriftengattungen dieser Entwicklung trotzen und ihre Werbeumsätze steigern. So legten in den vergangenen neun Monaten Lifestyle-Magazine und Frauenzeitschriften um sieben Prozent zu. Die Wirtschaftspresse hingegen setzte 13 Prozent weniger, Nachrichtenmagazine zwölf Prozent weniger um. Auch die Situation der Online-Medien sowie der Internet-Ausgaben von Printprodukten sei 2001 angespannt geblieben, kommentierte Seikel weiter. Der Verband erwarte in diesem Jahr einen Werbeumsatz von 410 Mio. Mark. Damit wachse der Online-Werbemarkt zwar, aber nicht so stark wie erwartet. Verhaltener fallen die Umsatzerwartungen der Fachpresse aus. Die überwiegende Zahl der Fachverleger geht nach einer Schnellumfrage des Verbandes von schlechteren Umsätzen als 2000 aus. Ein Drittel erwarte sogar niedrigere Umsätze als 1999.
Dagegen meldete die konfessionelle Presse ein erfreuliches Anzeigengeschäft. Die meisten Titel konnten die Anzeigenumsätze 2001 auf Vorjahresniveau halten.

Verband Deutscher Zeitschriftenverleger http://www.vdz.de

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