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VDZ und BDZV forden eigenes Leistungschutzrecht

Schutz gegen die digitale gewerbliche Nutzung der Inhalte von Zeitungen und Zeitschriften

„Der Leistungsschutz ist ein berechtigtes, zukunftsrelevantes und faires Anliegen der Zeitschriften- und Zeitungsverleger“, das betonten der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) und der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) erneut. Daran ändere auch manche polemische Kritik nichts.

Anlass dieser Aussage sind Äußerungen des BDI, der die Forderungen von Verlagsunternehmen nach einem eigenen Leistungsschutzrecht kritisiert. In einem heute in der „Zeit“ erschienenen Beitrag fordert VDZ-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Fürstner den BDI auf, seine ordnungspolitische Haltung zu überdenken. BDZV-Hauptgeschäftsführer Dietmar Wolff hatte vor kurzem in einem Artikel für den Berliner „Tagesspiegel“ ebenfalls darauf hingewiesen, dass es beim Schutz des geistigen Eigentums für die Presseverlage Nachholbedarf gebe.

Mit einem Leistungschutzrecht fordern die beiden Verbände in erster Linie einen besseren Schutz gegen die digitale gewerbliche Nutzung der Inhalte von Zeitungen und Zeitschriften, da Verlagsinhalte zu den im Netz besonders gefragten Produkten zählten.

Das Argument: Zur Erstellung dieser Inhalte benötigten Zeitungen und Zeitschriften verlegerische Investitionen über die redaktionellen Leistungen hinaus. Damit Inhalte produziert und vertrieben werden können, investierten sie in Organisation, Vermarktung, Personal und Vertrieb. Diesen Aufwand würden Anzeigenkunden und Käufer der Print-Titel honorieren, viele digitale gewerbliche Nutzer aber nicht.

Dabei seien mehr Paid-Content-Modelle keine Alternative, da auch diese massenhaft ohne Gewinnbeteiligung der Verlage zu gewerblichen Zwecken vervielfältigt werden könnten.

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