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Verdi und BVDM: Harte Tarif-Auseinandersetzung kündigt sich an

Verdi fordert drei Prozent mehr Lohn

In der deutschen Druckindustrie kündigt sich eine harte Tarifauseinandersetzung an. Für die rund 400.000 Beschäftigten der Druckindustrie, der Verlage und der Papierverarbeitung in Ost- und Westdeutschland fordert die Vereinten Dienstleistungsgesellschaften Verdi eine Anhebung der Löhne und Gehälter um drei Prozent zum 1. April 2003. Dies beschlossen die Tarifkommissionen am Freitag in Frankfurt/Main. Der Arbeitgeberverband Bundesverband Druck und Medien (BVDM) warnte daraufhin wegen der schlechten Lage der Branche davor, den Fehler eines überhöhten Tarifabschlusses wie 2002 zu wiederholen. Im Jahr 2002 seien die Umsätze der
Branche real um 5,2 % gesunken und die Zahl der Insolvenzen ist um 50 % gestiegen. Der Arbeitsplatzabbau habe auch durch den viel zu hohen Tarifabschluss von 3,4 % im letzten Jahr zugenommen. »Um jetzt Arbeitsplätze nicht zusätzlich zu gefährden, sind Verhandlungen über eine Verlängerung des geltenden Tarifvertrages oder eine äußerst moderate Erhöhung weit unter der gewerkschaftlichen Zielvorstellung angesagt«, so Dr. Wolfgang Pütz, Vizepräsident und Verhandlungsführer des
bvdm. Die Arbeitgeber fordern deswegen ein »branchenspezifisches Bündnis für
Arbeit«. Die Zielformulierung orientiere sich eng am erwarteten Tarifabschluss, sagte der stellvertretende Verdi-Vorsitzende Frank Werneke, der auch gewerkschaftlicher Verhandlungsführer für die Medienwirtschaft ist: »Verdi strebt eine Tarifrunde ohne Rituale an.« Zwar verkenne die Gewerkschaft die wirtschaftlichen Schwierigkeiten nicht, die es in der Druckindustrie und bei den Verlagen gebe, jedoch stünden die Branchen keineswegs am Abgrund. Die Papierverarbeitung sei wirtschaftlich außerordentlich stabil, betonte Werneke. Die Produktivität sei in allen drei Branchen gestiegen. Die Beschäftigten müssten mehr leisten und hätten demzufolge auch Anspruch auf eine angemessene Lohnerhöhung. Eine von den Arbeitgebern geforderte Aufweichung der Flächentarifverträge durch Betriebsklauseln lehne Verdi ab. Die geltenden Tarifverträge laufen zum 31. März 2003 aus. Die erste Verhandlungsrunde mit den Druck-Arbeitgebern ist für den 18. März 2003 in Frankfurt/Main geplant, die erste Runde für die Papierverarbeitung findet am 27. März 2003 statt.

Bundesverband Druck und Medien http://www.bvdm-online.de

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