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Verwertungsquote für graphische Altpapiere erneut eingehalten

Papierhersteller, Verlage und Druckindustrie erfüllen Selbstverpflichtung zur stofflichen Verwertung graphischer Papiere

Wie die Arbeitsgemeinschaft Graphische Papiere (Agrapa) meldet, ist die in einer freiwilligen Selbstverpflichtung der Wertschöpfungskette Print gegenüber dem Bundesumweltministerium abgegebene Garantie für eine hohe stoffliche Verwertung graphischer Papiere erneut eingehalten worden. Dabei wurde laut Agrapa für das Berichtsjahr 2014 eine Verwertungsquote von 81,4 Prozent erreicht (Vorjahr 2013: 84,7 Prozent).

Papierhersteller, Verlage und die weitere Wertschöpfungskette der Druckindustrie konnten damit – laut eigenen Angaben – erneut ihre im Jahr 1994 eingegangene Selbstverpflichtung erfüllen, die Verwertungsquote graphischer Papiere dauerhaft über 80 Prozent (plus/minus 3 Prozent) zu halten.

Partner dieser Erklärung sind die folgenden Verbände / Organisationen:

  • Verband Deutscher Papierfabriken (VDP)
  • Verein der Deutschen Papierimporteure (P.R.INT.)
  • Bundesverband des Deutschen Papiergroßhandels (BVddP)
  • Bundesverband Druck und Medien (bvdm)
  • Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV)
  • Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter (BVDA)
  • Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ)
  • Bundesverband Deutscher Buch-, Zeitungs- und Zeitschriften-Grossisten (Presse-Grosso)
  • Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh)
  • Börsenverein des Deutschen Buchhandels.

Laut Martin Drews, Geschäftsführer der Agrapa, ist der Rückgang gegenüber dem Jahr 2013 in der steigenden Papierproduktion in Deutschland und dem zunehmenden Export von Druckprodukten ins Ausland begründet. Außerdem würde ein größerer Anteil an graphischen Papieren als 2013 laut Drews in der Kategorie gemischtes Altpapier gesammelt und nicht zur Herstellung graphischer Papiere verwendet.

Insgesamt wurden laut Agrapa im Berichtszeitraum 2014 rund 6,6 Mio. (2013: 6,8 Mio.) Tonnen grafischer Altpapiere zur Erzeugung von Papier, Karton und Pappe eingesetzt. Siehe auch Abbildung: Entwicklung der Agrapa-Verwertungsquote, Marktversorgung und stoffliche Wiederverwertung graphischer Papierprodukte (Quelle: Statistisches Bundesamt und Verband Deutscher Papierfabriken, VDP).

Hintergrund:
Mit der Agrapa-Selbstverpflichtungserklärung war in den 90er Jahren eine ursprünglich von der Bundesregierung geplante Altpapierverordnung obsolet geworden. Die Unternehmen der grafischen Wertschöpfungskette erfüllen damit die Vorgaben der Produktverantwortung seit über 20 Jahren auf freiwilliger Basis. Die Gesellschaft für Papier-Recycling mbh (Ges-Pa-Rec) hat auch das Sekretariat der Agrapa inne.

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