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Vierte Runde der Tarifverhandlungen erneut ohne Ergebnis

Gespräche ohne weitere Terminvereinbarung abgebrochen
 

In der nunmehr vierten Runde der Tarifverhandlungen für die Druckindustrie kam es erneut zu keinem Ergebnis.

Auch die vierte Runde der Tarifverhandlungen zwischen der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und dem Bundesverband Druck und Medien (BVDM) endete in der Nacht zum heutigen Freitag erneut ergebnislos. Um die Verhandlungen voranzubringen, hatte die Verdi-Verhandlungskommission den Arbeitgebern schon am frühen Nachmittag des Donnerstags einen Einigungsvorschlag dargelegt. Auch die Arbeitgeberseite unterbreitete nach intensiven Verhandlungsgesprächen erneut ein Angebot.  

Die Verdi-Verhandlungskommission legte in ihrem Einigungsvorschlag den Arbeitgebern nahe, die Löhne – jeweils zum 1. Februar 2014 und 2015 – um 3,2 Prozent und 2,5 Prozent zu erhöhen. Verdi hätte dafür im Gegenzug die in den vorangegangenen Verhandlungen von den Arbeitgebern geforderte Tarifvertragslaufzeit von 24 Monaten akzeptiert.

Demgegenüber sah das neue Angebot der Arbeitgeberseite insgesamt Lohnerhöhungen von 3,4 Prozent vor. Im Detail beinhaltete es eine lineare Lohnerhöhung von 2,0 Prozent zum 1. März 2014 sowie eine weitere Steigerung von 1,4 Prozent zum 1. Juli 2015, so der BVDM. Die Laufzeit solle 30 Monate bis 30. Juni 2016 betragen, um den Betrieben die dringend notwendige Planungssicherheit zu geben. 

Genau diese Tarifvertrags-Laufzeit von 30 Monaten und die "Unbeweglichkeit der Arbeitgeber" seien allerdings für die Verdi-Vertreter nicht akzeptabel gewesen. "Mit dieser Haltung rückt eine Tarifeinigung in weite Ferne", sagte der stellvertretende Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Werneke.

Dazu der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Sönke Boyens: „Bei einem branchenweiten Umsatzminus von 9,2 Prozent seit 2008 sind überzogene Lohnforderungen für viele Betriebe untragbar. Wenn wir über Löhne reden, reden wir gleichzeitig über die Zukunft von Betrieben und Arbeitsplätzen – dessen sollte sich auch die Gewerkschaft bewusst sein und entsprechend Verantwortung zeigen.“ 

Am 1. April soll nun die bundesweite Verdi-Tarifkommission der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Druckindustrie die Situation beraten.

Die Arbeitgeber wiederum signalisierten Verdi, zu jeder Zeit und auch kurzfristig für weitere Verhandlungen zur Verfügung zu stehen.

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