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Vierte Tarifrunde der Druckindustrie endete ohne Annäherung

Nächste Gespräche am 16. Juni in Frankfurt

Die vierte Tarifrunde der Druckindustrie endete ohne Annäherung.

Auch die vierte Runde der Tarifverhandlungen der Druckindustrie endete ergebnislos. Nach achtstündiger Sitzung wurde der 16. Juni als nächster Verhandlungstermin vereinbart. Dann werden die Gespräche in Frankfurt am Main weitergeführt.

Die Tarifparteien hatten zuvor die Möglichkeiten einer Annäherung ausgelotet, konnten aber keine Einigung erzielen. Die Verantwortung, dass die Verhandlungen ohne Resultat geblieben sind, schieben sich die Beteiligten gegenseitig zu.

Die Arbeitgeber hatten der Gewerkschaft einen Vorschlag zur Änderung der Besetzungsregeln vorgelegt. Weitere Themen der Gespräche waren Hilfsarbeiterlöhne, Zeitarbeit, Arbeitszeit und Maschinenbesetzungen.
Der BVDM kritisiert, „dass Verdi kein tatsächliches Interesse zeigt“, die Verhandlungen ergebnisorientiert zu führen. Im Gegenzug kündigte der Verhandlungsführer von Verdi, Frank Werneke, an, dass "angesichts der harten Haltung auf der Arbeitgeberseite“ weitere Streiks und Proteste folgen werden. Eine zentrale Kundgebung von Druckern und Redakteuren soll vor der nächsten Tarifsitzung am 9. Juni auf dem „Römer“ in Frankfurt/Main den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

Nach Aussage des BVDM gefährden die Streiks jedoch Arbeitsplätze, da die Betriebe Aufträge verlieren würden. Innerhalb von zehn Jahren habe die Branche fast 4000 Unternehmen und damit fast ein Drittel aller Beschäftigten verloren. Verdi hält dementgegen, dass die Arbeitgeber „mit drastischen Verschlechterungen der Tarifbedingungen den Arbeitsplatzabbau in der Branche weiter beschleunigen“ wollen. Nach deutlichen Umsatzsteigerungen der Branche – so Wernecke – sei die Forderung nach Lohn- und Gehaltserhöhung „vollkommen plausibel“. Verdi kritisierte vor allem, dass die Forderung auf einen tariflichen Anspruch nach gleichen Lohn- und Arbeitsbedingungen für Leiharbeitsbeschäftigte von der Arbeitgeberseite abgelehnt worden wäre.

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