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WAN und Ifra schließen sich zusammen

Gavin O'Reilly Präsident bis Ende 2010, ein CEO wird gesucht

Die beiden Verbände der Zeitungsindustrie, die World Association of Newspapers (WAN) und die Ifra, fusionieren mit Wirkung vom 1. Juli 2009 zu einer neuen Organisation: der World Association of Newspapers and News Publishers (WAN-Ifra). Die neu entstandene Organisation vertritt mehr als 18 000 Publikationen und über 3000 Unternehmen in mehr als 120 Ländern.
Der Zusammenschluss wurde von den Mitgliedern der beiden Verbände genehmigt. Die neue Organisation wird die bisherigen Hauptsitze der beiden Verbände – Paris und Darmstadt – beibehalten. Zwischen den beiden Verbänden gab es seit mehr als fünf Jahren Gespräche über eine mögliche Fusion, da eine Reihe von Produkten und Services einander ähnlich waren und eine zunehmende Überschneidung der Mitgliederbasis festzustellen war. Ende Januar 2005 waren die offiziellen Fusionsverhandlungen in einem sehr fortgeschrittenen Stadium allerdings auf Wunsch der Ifra abgebrochen worden.
Gavin O’Reilly, WAN-Präsident und CEO des in Dublin ansässigen Medienunternehmens Independent News and Media, wird bis Ende 2010 als Präsident der neuen Organisation amtieren. O’Reilly spricht davon, dass es sich um »eine notwendige Fusion« handele. Horst Pirker, IFRA-Präsident und Vorstand der Styria Medien AG (Österreich), wird zunächst als Erster Vize-Präsident amtieren und 2011 die Präsidentschaft übernehmen. »Wie die gesamte Zeitungsindustrie stehen WAN
und Ifra derzeit vor ernsten Herausforderungen. Meiner Ansicht nach müssen wir unsere Ressourcen konzentrieren, um unsere Mitglieder bestmöglich zu unterstützen«, kommentierte Pirker.
Die neue Organisation will »in Kürze einen CEO ernennen«. Bis dahin werden die jetzigen CEOs von WAN und Ifra, Timothy Balding und Reiner Mittelbach, den neuen Verband gemeinsam leiten.
Der 1948 gegründeten WAN sind 78 nationale Zeitungsverbände, 13 Nachrichtenagenturen, neun regionale Presseverbände sowie Zeitungsunternehmen und Führungskräfte von Zeitungen aus über 120 Ländern angeschlossen. Der Verbandssitz befindet sich in Paris.
Die 1961 gegründete Ifra umfasst mehr als 3.000 Zeitungsunternehmen und Zulieferbetriebe aus mehr als 70 Ländern. Der in Darmstadt ansässige Verband verfügt über Regionalbüros in mehreren europäischen Ländern, Asien und den USA.
Die WAN war maßgeblich an der Gründung der Ifra beteiligt, die 1961 unter dem Namen Inca (International Newspaper Colour Association) entstand - eine Organisation, die Zeitungen beim verstärkten Einsatz des Farbdrucks in der Zeitungsproduktion unterstützen sollte. Ab 1971 wurde die Ifra als separate Organisation geführt, um den sich rasch entwickelnden technischen Belangen der Zeitungsindustrie gerecht zu werden. Die Abkürzung steht für Inca-FIEJ Research Association. FIEJ (Fédération Internationale des Editeurs de Journaux) ist die frühere Bezeichnung der heute als WAN bekannten Organisation.

WAN-Ifra http://www.wan-ifra.org

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