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Walter Industriebuchbinderei insolvent

Rund elf Mitarbeitern droht die Entlassung

Die Walter Industriebuchbinderei GmbH im badischen Heitersheim ist insolvent. Am 1. Juni, begann das Insolvenzverfahren. Als Insolvenzverwalter ist Ulrich Nehrig von der Kanzlei Dr. Pantaleon genannt Stemberg, Nehrig und Weis aus Freiburg beauftragt.
Drei Monate lang gab es für die 55 Mitarbeiter bereits Insolvenzgeld. "Jetzt ist das Unternehmen wieder auf sich gestellt und muss strukturell die Personalkosten senken", sagt Alleingesellschafter Herbert Scheidt. Geschuldet sei diese Maßnahme den drastischen Umsatzeinbrüchen von rund 20 Prozent im Jahr 2009. Die Gründe für die Umsatzeinbußen sieht er in der Orientierung der Endkunden auf Internet und E-Books.
Momentan befinde sich die Buchbinderei in einer so genannten Planinsolvenz, erklärt Scheidt. Das heißt, der Antrag wird beim zuständigen Amtsgericht direkt mit dem Vorschlag für einen Insolvenzplan verbunden. Dieser hat zum Ziel, das Unternehmen nicht zu zerschlagen, sondern weiter bestehen zu lassen.
Die Voraussetzungen dafür seien gegeben. Da aber der Umsatz zu 90 Prozent durch Betriebsleistung erbracht werde, gebe es keine andere Einsparmöglichkeit als den Kostenfaktor Mitarbeiter.
Vor drei Jahren waren noch 62 Mitarbeiter in der Buchbinderei angestellt. Durch Fluktuation und betriebliche Kündigung habe man sich bereits von sieben getrennt, berichtet Scheidt. Jetzt werde es nochmals sicher ein Fünftel der Belegschaft treffen, vermutet er.
Inzwischen ziehe die Auftragslage 2010 wieder an, so der Alleingesellschafter. Die Zuwachstendenz liege bei fünf bis zehn Prozent. Wenn dieser Trend anhalte, könne man zum Jahresende wieder schwarze Zahlen schreiben. Bei nachhaltiger Besserung könne er sich vorstellen, entlassene Mitarbeiter später wieder einzustellen, meint Scheidt zuversichtlich.

Walter Industriebuchbinderei GmbH http://www.walter-buchbinderei.de

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