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Was wird aus Manroland?

Manager-Magazin: Verhandlungen werden immer konkreter – Kaufen Chinesen Teile des Bogenbereichs?

Die seit Ende Juli bestehenden Gerüchte über eine Fusion der beiden deutschen Druckmaschinenhersteller Heidelberger Druckmaschinen AG und Manroland AG wollen nicht verstummen. So berichtet das Manager-Magazin in seiner am 21. August 2009 erscheinenden Ausgabe, die Verhandlungen zwischen Heidelberg und Manroland würden sich immer mehr konkretisieren. Heidelberger Druck werde in diesen Verhandlungen von Merrill Lynch vertreten, die ehemalige MAN-Tochter Manroland lasse sich von der Deutschen Bank beraten. Die Synergien einer Fusion prüfen laut Manager-Magazin die Spezialisten der Unternehmensberatung Boston Consulting. Die Fäden würden beim ehemaligen Bertelsmann-Vorstandsvorsitzenden Mark Wössner zusammenlaufen, der dem Aufsichtsrat von Heidelberg vorsitzt.
Die Fusion der beiden unter Überkapazitäten leidenden Unternehmen ergäbe allerdings nur Sinn, wenn ein Teil des Bogendruckgeschäfts abgestoßen würde. Laut Manager-Magazin ist dies ein Streitpunkt in den Verhandlungen. Das Hamburger Wirtschaftsmagazin schreibt: »Der neue Konzern könnte auf das Bogendruckwerk von Manroland in Offenbach verzichten, das ohnehin Sorgen bereitet. Ein Käufer dürfte jedoch im Augenblick schwer zu finden sein. Ergo bliebe nur die Schließung der Fabrik, die 2500 Menschen beschäftigt. Über diesen Punkt wird derzeit heftig diskutiert.«
Nach Informationen von Deutscher Drucker gibt es durchaus einen Interessenten – zumindest für Teile des Bogendruckgeschäftes: den chinesischen Maschinenbaukonzern Shanghai Electric (Group) Corp (SEC). Im Auftrag von SEC und dem Manroland-Haupteigentümer Allianz Capital Partners soll eine internationale Wirtschaftsprüfungsgesellschaft dem Vernehmen nach bereits Rahmenbedingungen für einen möglichen Deal ausarbeiten.
SEC ist schon seit Jahren stark im Druckmaschinenbau: In ihrer »Shanghai Electric Printing & Packaging Machinery Group« (SPPM) sind neben eigenen Maschinenherstellern auch diverse Joint Ventures zusammengefasst.
Seit 1994 betreibt SPPM zusammen mit Goss International die Shanghai Goss Graphic Systems Co. Ltd., einen Produktionsbetrieb für Rollendruckmaschinen. Im Juni 2009 wurde bekannt, dass SEC selbst zweitgrößter Anteilseigner bei Goss International werden will, einer Firma, an der auch die Heidelberger Druckmaschinen AG 15 Prozent der Anteile hält. Im August 2004 hatte Heidelberg seinen Rollenmaschinenbereich an Goss verkauft und im Gegenzug diese Anteile übernommen.
Gemeinsam mit der Morningside Group USA hatte SEC im Jahr 2002 in ein Joint Venture zur Übernahme des japanischen Bogendruckmaschinenbauers Akiyama investiert, der nun ebenfalls unter dem SPPM-Dach produziert.

Manroland AG http://www.manroland.com

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