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Weichelt: Insolvenzantrag nach drastischem Umsatzverlust

Rollenoffset

Die Weichelt-Druck GmbH & Co. KG aus Hildesheim hat Insolvenz beantragt. Die Rollenoffset-Druckerei gehört seit 1998 zur Firmengruppe des Unternehmers Wolf Grütter und beschäftigt rund 70 Mitarbeiter. Sie produziert vor allem Massendrucksachen wie Zeitungsbeilagen und Prospekte. Nach Angaben von Wolf Grütter hatte die Firma im ersten Halbjahr 2001 noch 10,2 Mio. Euro erwirtschaftet, im gleichen Zeitraum dieses Jahres waren es nur noch 7,3 Mio. Euro. In dieser Zahl seien schon Aufträge im Wert von 1,3 Mio. Euro enthalten, die er von seiner Druckerei in Hannover nach Hildesheim verlagert habe. Wolf Grütter: »Das Beilagengeschäft ist sogar um 40 Prozent zurückgegangen. Kern der Firmen-Gruppe ist die Druckerei Grütter GmbH & Co KG (Hannover), die mit hochwertigen Druckerzeugnissen gegen den Trend letztes Jahr ein Wachstum von 30 Prozent erzielt hat (siehe DD 14 vom 11. April 2002). Außerdem gehören dazu mehrere Verlage, ein Displaywerk, ein Multimediadienstleister sowie das Endlosdruck-Unternehmen Hoffmann Nienburg Druck GmbH, das ebenfalls 1998 erworben wurde.
Der Antrag auf Plan-Insolvenz nach der reformierten Insolvenzordnung bezieht sich nur auf Weichelt in Hildesheim. Ziel sei der Erhalt der Firma. Die Druckerei war erst in den 80er Jahren vom Branchenneuling Klaus Weichelt gegründet worden. 1994 und 1995 wurden zwei 32-Seiten-Rollenoffsetmaschinen KBA Compacta 408 gekauft. Zum Insolvenzverwalter wurde Reinhard Mühl bestimmt. In einer Betriebsversammlung wurde den Mitarbeitern eröffnet, dass es für drei Monate Konkursausfallgeld gebe, Kündigungen seien bislang keine ausgesprochen worden. Grütter: »Wir wollen die Hoffnung nicht aufgeben, dass wir den Betrieb behalten können und die Arbeitsplätze retten«.

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