Weiss-Druck: Einweihung der ersten 96-Seiten Manroland Lithoman S
"Ein Gigant auf dem Druckmarkt", sagt Firmenchef Georg Weiss
27.01.2012 Gerd Bergmann
Stolzer Blick auf die laufende Druckmaschine: NTV-Moderatorin Christiane Stein, Weiss-Druck-Geschäftsführer Georg Weiss mit Frau Claudia und Sohn Leonard (v.l.n.r.).
Vor über 200 geladenen Gästen wurde am 26. Januar 2012 bei Weiss-Druck in Monschau (Eifel) die neue 96-Seiten-Offsetrotation vom Typ Manroland Lithoman S offiziell eingeweiht. Die Maschine ging erstmals vor drei Monaten, am 28. Oktober 2011, in Betrieb und ist die erste 96-Seiten-Maschine des Augsburger Herstellers.
Mit einer Bahnbreite von 2,86 m und einer maximalen Maschinengeschwindigkeit von 45.000 Umdrehungen kann die neue Produktionslinie zum Beispiel 270.000 16-seitige Prospekte pro Stunde drucken. Um eine besonders große Produkt-Flexibilität zu ermöglichen, ist sie mit zwei Falzapparaten ausgestattet.
Die Maschine ist also nicht nur durch ihr Gesamtgewicht von über 517 Tonnen „ein Gigant auf dem Druckmarkt“, wie Geschäftsführer Georg Weiss sagte. „Jeder, der ein Gespür für die Druckbranche hat, wird die Dimensionen erkennen“, so Weiss. In den Hallen von Weiss-Druck produzieren unter anderem bereits eine 72-Seiten- und eine 80-Seiten Lithoman.
In seiner Festrede zeigte der Segel-Olympiasieger und Gewinner des Americas Cup, Jochen Schümann, Parallelen zwischen Segelsport und industriellem Druck auf: Auf beiden Gebieten kommt es auf Spitzentechnologie, die richtige Mannschaft und perfektes Projektmanagement an. In der von NTV-Sprecherin Christiane Stein moderierten Veranstaltung sprachen außerdem der bisherige Manroland-Chef Gerd Finkbeiner und Volker Nickel, Sprecher des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft.
Nachdem Leonard Weiss, Sohn von Firmenchef Georg Weiss, den Startknopf gedrückt hatte, produzierte die 96-Seiten-Maschine eine Sonderausgabe des Wochenspiegel-Zukunftsjournals „Zukunft ‘xtra“.
Leserkommentare (2)
Stefan S | Donnerstag, 09. Februar 2012 12:06:28
Grösser schneller breiter
Die Nachfrage von Kunden nach genau solchen Maschinen hat den herstellern wie manroland das Genick gebrochen, so wie sie auch kleinen Druckereien auch das Genick brechen wird. Eine 96 Seiten lithoman ersetzt doch glatt 6 16 Seiten Maschinen inkl all dem Personal. Wo soll das hinführen? Genau diese Tatsachen machen den letzten Artikel des deutschen druckverbandes absolut lächerlich, nämlich das die Hersteller selbst Schuld sind an der Krise, nein es sind die Kunden die immer geössere Maschinen fordern. Vielen dank liebe Kunden das sie meinen Arbeitsplatz zerstört haben obwohl ich ihre Maschinen immer zuverlässig gewartet und repariert habe. An meinen Briefkasten klebt ab sofort: bitte keine Werbung einwerfen!
Martin Lange | Donnerstag, 09. Februar 2012 12:06:27
Einweihung Lithoman 96
Gratulation zu dieser bemerkenswerten unternehmerischen Leistung im Segment PRINT,
was derzeit von uns allen kleingeredet wird.
Viel Erfolg für das Haus Weiss-Druck.
Frage:
Auf allen Bildern habe ich nicht die Fachleute der Steuber-Gruppe sehen können, die doch über viele Jahre der wichtige Tagespartner der manroland AG zu Weiss-Druck sind?