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Weiss-Gruppe nimmt zweite 96-Seiten-Rotation in Betrieb

Weiss feiert auch 50 Jahre Wochenspiegel
Inbetriebnahme

Extremsportler Marc Hauser und Leonard Weiss, Sohn des Firmenchefs Georg Weiss, nahmen die neue 96-Seiten-Offset-Rotation in Betrieb. (Foto: T. Förster)

„Ein deutlicheres Bekenntnis zum gedruckten Papier kann ich mir nicht vorstellen.“ Georg Weiss, geschäftsführender Gesellschafter von Weiss-Druck in Monschau und Inhaber der Weiss-Gruppe, leitete mit dieser Feststellung am 29. Juni einen Festakt ein, in dessen Mittelpunkt die Inbetriebnahme der zweiten 96-Seiten-Offset-Rotation in Monschau stand. Unter dem Applaus von mehr als 250 geladenen Gästen lief die Manroland Lithoman S an, nachdem Leonard Weiss den „Startknopf“ auf einem Tablet-Computer gedrückt hatte.

Die Veranstaltung stand unter dem Leitgedanken „Zeitsprung“ – denn es gab noch drei weitere Gründe zu feiern:  Es wurde eine neue Halle für die Buchbinderei eingeweiht. Zudem feiert der Wochenspiegel, das Anzeigenblatt aus dem Hause Weiss, 50. Geburtstag und Hans Georg Weiss wäre 90 Jahre alt geworden.

"Die Zukunft im Blick"

„Wir haben die Zukunft im Blick, besinnen uns aber auch auf unsere Wurzeln“, stellte Georg Weiss fest. Sein im Jahre 2008 verstorbener Vater habe über viele Jahre das Familienunternehmen geprägt und mit dem Mut, ein eigenes Medium herauszugeben, den Grundstein für eine Erfolgsgeschichte gelegt. „Hans Georg Weiss war ein stolzer Europäer, der Brücken gebaut statt Grenzen gesetzt hat“, so Victor Neels, langjähriger Kommandant der belgischen Streitkräfte auf Vogelsang und enger Freund der Familie Weiss. Georg Weiss und seine Schwester Dorit Schlieper nutzten den festlichen Rahmen, um eine Gedenktafel für ihren verstorbenen Vater zu enthüllen.

Einen weiteren Vortrag lieferte Extremsportler Marc Hauser. Er ist Speed-Tracker und hat mit 304 km/h einen Weltrekord im horizontalen Freifall aufgestellt. Bildlich führte Hauser aus, dass man Großes vorhaben müsse, um seine Ziele zu erreichen. „Die Barrieren liegen oft im Kopf“, sagt der Schweizer und setzt darauf, selbstbewusst zu sein und seine Kreativität zu bewahren. „Sie beweisen großen Mut, so viele Mitarbeiter zu beschäftigen, auszubilden und in solch große Maschinen zu investieren“, zollt Hauser Georg Weiss seinen Respekt. „Das gedruckte Papier hinterlässt auch im digitalen Zeitalter immer noch den schönsten, glaubwürdigsten und nachhaltigsten Eindruck“, glaubt auch Hauser an die Zukunft der Druckbranche.

Buchbinderei zog in Neubau

Die Inbetriebnahme der neuen 96-seitigen Offset-Rotation sei ein klares Signal, dass man für die Zukunft in der schnelllebigen Druckbranche gerüstet sei, unterstreicht Georg Weiss. Für diese Investition wurden in einer bestehenden Halle Fundamente verstärkt und die einzelnen Maschinenteile aufwändig über Öffnungen im Dach und in den Seitenwänden eingepasst . Auf dieser Maschine werden überwiegend Werbebeilagen, Kataloge und Zeitschriften produziert. Für die neue Maschine musste die Buchbinderei in eine neue Halle verlegt werden. Auf 84 x 48 Metern Grundfläche bietet das neueste Bauwerk auf dem Weiss-Druck-Gelände nun Platz für einen neuen Kolbus Klebebinder, eine Sammelhefttrommel Ferag Uni Drum, Einsteck- und Adressieranlagen sowie Schneid- und Falzmaschinen.

Gefeiert wurden auch 50 Jahre Wochenspiegel, dessen erste Ausgabe als "Eifeler Wochenspiegel" im Jahre 1966 im Altkreis Monschau verteilt wurde. Heute erscheinen unter dem Titel Wochenspiegel rund 1,8 Millionen Exemplare in vier Bundesländern. „Eigene Aufträge sind die Besten“, weiß Weiss-Verlagsleiter Alexander Lenders, der zugleich Präsident des Bundesverbandes Deutscher Anzeigenblätter ist. Hans Georg Weiss sei damals für sein Wagnis rasch belohnt worden. Zugleich dankte Lenders Georg Weiss, dass er dem Anzeigenblatt den liberalen Freiraum lasse, den ein Medium zur Entfaltung brauche.

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