Weiterempfehlen Drucken

Weiteres Verlustjahr für Heidelberger Druckmaschinen

Heidelberg veröffentlicht endgültige Zahlen für Geschäftsjahr 2011/12
 

Insgesamt soll die Zahl der Mitarbeiter bis Mitte des Jahres 2014 auf unter 14.000 gesenkt werden. Zum 31. März 2012 waren weltweit 15.414 Mitarbeiter bei der Heidelberg Gruppe beschäftigt (Vorjahr: 15.828 Mitarbeiter).

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011/12 (1. April 2011 bis 31. März 2012) vergrößerte sich der Verlust des Druckmaschinenherstellers nochmals auf 230 Mio. Euro von 129 Mio. Euro im Vorjahr. Der Umsatz lag nach Angaben des Unternehmens mit insgesamt 2,596 Mrd. Euro währungsbereinigt auf dem Vorjahresniveau (2,629 Mrd. Euro). Die Umsatzentwicklung in den Industrieländern sei jedoch rückläufig gewesen. Der Umsatz in den Schwellenländern konnte dagegen zulegen: Ihr Anteil stieg leicht von 45 Prozent im Vorjahr auf 46 Prozent. Bis Mitte 2014 soll die Mitarbeiterzahl auf unter 14.000 Beschäftigte sinken.

Der Auftragseingang lag mit insgesamt 2,555 Mrd. Euro um 7 Prozent unter dem Vorjahreswert (2,757 Mrd. Euro). Im ersten Berichtshalbjahr übertraf das Bestellvolumen mit 1,333 Mrd. Euro noch leicht das Niveau des vorangegangenen Halbjahres. Im zweiten Halbjahr schlugen sich jedoch die "verschlechterten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die auf die Drupa zurückzuführende Investitionszurückhaltung im vierten Quartal" in Bestellungen im Wert von 1,222 Mrd. Euro nieder.

Mit 3 Mio. Euro lag das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit vor Sondereinflüssen trotz Einmalaufwendungen auf dem Niveau des Vorjahres (4 Mio. Euro). Belastend wirkte insbesondere eine höhere Risikovorsorge im niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich, die im Zuge des nach amerikanischem Insolvenzrecht laufenden „Chapter 11“-Verfahrens der Eastman Kodak Company notwendig wurde. Insgesamt fielen im abgelaufenen Geschäftsjahr insbesondere für das Programm Focus 2012 Sondereinflüsse in Höhe von 142 Mio. Euro an, sodass das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit nach Sondereinflüssen –139 Mio. Euro (Vorjahr: 6 Mio. Euro) betrug.

Das Finanzergebnis verbesserte sich im Berichtsjahr um 59 Mio. Euro auf –90 Mio. Euro (Vorjahr: –149 Mio. Euro). Ursachen seien im Wesentlichen die Verbesserung der Kapitalstruktur aufgrund der im Vorjahr durchgeführten Kapitalerhöhung sowie die deutlich reduzierte Kapitalbindung durch aktives Asset-Management. Aufgrund des Steueraufwands von 1 Mio. Euro lag der Jahresfehlbetrag bei –230 Mio. Euro (Vorjahr: –129 Mio. Euro). Daher wird der Hauptversammlung für das Berichtsjahr vorgeschlagen, keine Dividende auszuschütten.

Aufgrund des Jahresfehlbetrags reduzierte sich die Eigenkapitalquote von rund 33 Prozent auf knapp 23 Prozent. Die Nettofinanzverschuldung betrug 243 Mio. Euro (Vorjahr: 247 Mio. Euro).

Geschäftsergebnisse in den Sparten Equipment, Services und Financial Services

In der Sparte Heidelberg Equipment verringerte sich der Auftragseingang aufgrund der Investitionszurückhaltung bei Werbedruckereien gegenüber dem Vorjahr um 10 Prozent auf 1,476 Mrd. Euro. Der Umsatz der Sparte konnte von 1,516 Mrd. Euro im Vorjahr auf 1,523 Mrd. Euro gesteigert werden.

In der Sparte Heidelberg Services sank der Auftragseingang um 3 Prozent auf 1,064 Mrd. Euro. Der Umsatz der Sparte sank um 4 Prozent auf 1,058 Mrd. Euro: Die Gebrauchtmaschinenumsätze gingen stärker zurück, dagegen nahm der Umsatz im Verbrauchsmaterialbereich wie erwartet zu. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit der Sparte ohne Sondereinflüsse erreichte 72 Mio. Euro (Vorjahr: 84 Mio. Euro).

In der Sparte Heidelberg Financial Services verlief der Umsatz mit 15 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr stabil (Vorjahr: 16 Mio. Euro). Der Finanzierungsbedarf der Kunden konnte erneut überwiegend von externen Finanzierungspartnern abgedeckt werden.

Programm Focus 2012

An den deutschen Standorten wurde die Arbeitszeit auf 31,5 Stunden pro Woche abgesenkt bei entsprechender Kürzung des Gehalts. Insgesamt soll die Zahl der Mitarbeiter bis Mitte des Jahres 2014 auf unter 14.000 gesenkt werden. Zum 31. März 2012 waren weltweit 15.414 Mitarbeiter bei der Heidelberg Gruppe beschäftigt (Vorjahr: 15.828 Mitarbeiter).

Anzeige

Firmen-Suche

Leserkommentare

Noch keine Kommentare. Geben Sie den Ersten ab!

Markt & Management

Cewe schließt Geschäftsjahr 2016 mit Umsatzplus ab

Starkes 4. Quartal und Wachstum im Bereich Fotofinishing, Kommerzieller Druck und Einzelhandel

Mit einer Umsatzsteigerung um insgesamt sieben Prozent auf 593,1 Mio. Euro (Vorjahr: 554,2 Mio. Euro)  und einer Verbesserung des operativen Ergebnisses um 29,2 Prozent auf 47,0 Mio. Euro (2015: 36,4 Mio. Euro) hat die Cewe Stiftung & Co KGaA  das Geschäftsjahr 2016 abgeschlossen und ihre Umsatz- und Ergebnisziele erreicht. Vor allem im Weihnachtsgeschäft habe sich laut Dr. Rolf Hollander, Vorstandsvorsitzender der Cewe Stifung & Co. KGaA gezeigt, dass das Cewe Fotobuch, die Cewe Cards, Kalender und Wandbilder sowie die weiteren Fotogeschenke klare Wachstumstreiber waren. Neben dem Fotofinishing habe aber auch der Kommerzielle Online-Druck sowie der Einzelhandel zum positiven Abschluss des Geschäftsjahres beigetragen.

» mehr

Neu bei YouTube: Luftbefeuchtung

Eine optimale Luftfeuchte ist für Druckereien ein wichtiger Produktionsfaktor. Ohne eine zusätzliche Luftbefeuchtung entstehen Probleme im Materialdurchlauf und in der Qualitätssicherung. Schauen Sie sich jetzt das Video an.
mehr

Druck&Medien Awards 2016: After-Show-Party

Jetzt NEU

Die print.de-Karte der wichtigen Branchenkontakte

Mehr Details zu den einzelnen Anbietern in Ihrer aktuellen Ausgabe des Deutschen Druckers unter Service/Das Branchenverzeichnis A-Z
mehr

Top-Themen

Deutliche Passerprobleme und Streifenbildungen bei den Druckmustern von Landa.

Landa: viel Show um Nichts?

Wie bereits 2012 glänzt Landa Digital Printing auch auf der Drupa 2016 mit einer fulminanten Show. Die Ankündigungen, dass die Nanografie qualitativ neue Maßstäbe setzen würde, hält aber keiner ernsthaften Betrachtung Stand. An keinem der von uns besuchten Drupa-Stände haben wir schwächere Druckmuster gesehen als bei Landa.
mehr

Zukunft des Digitalen ist Print

17 neue Internetseiten gehen in jeder Sekunde online und auf jeder von Ihnen werden riesige Mengen Content veröffentlicht. Ohne Zweifel: das World Wide Web und die Entwicklung der mobilen Devices haben das Mediennutzungsverhalten grundlegend verändert und die klassischen Medien in Bedrängnis gebracht. Und trotzdem liegt die Zukunft des Digitalen im gedruckten Produkt, ist sich Andrew Davis sicher.
mehr

Aktuell bei Top 10

Die 10 besten Schriften 2016

Das sind die 10 besten Schriften des Jahres 2016 – zumindest wenn es nach der britischen Type Foundry "HypeForType" geht. Das britische Versandhaus für Schriften hat die aus seiner Sicht besten Schriften des vergangenen Jahres gekürt.
mehr

Druck&Medien Awards 2016 – Get-together und Dinner

CGI – So sieht die Zukunft der Bildbearbeitung aus

Umfrage

Kommen auch in Ihrem Unternehmen Luftbefeuchtungsanlagen zum Einsatz?

Jetzt abstimmen

Kommentare

Services

Bitte warten...